Tag 5: Sieggraben – Krumbach

Am Tag 5 meiner Reise am Zentralalpenweg absolviere ich den Rest von Etappe 5 nah Kobersdorf und schließe gleich Etappe 6 nach Krumbach an.

Heute starte ich also zu meiner 2. Mehrtagestour (eigentlich sind es eh nur 2) von Sieggraben nach Mönichkirchen mit Nächtigung in Krumbach. Die Familie nutzt die Gelegenheit für einen Thermenurlaub in Lutzmannsburg und so ist auch die Transportfrage gut gelöst. Quasi am Endpunkt von Tag 4 werde ich abgesetzt und starte um 08:40 meinen heutigen Tag. Das Wetter ist wanderbar, es ist kühl (13 Grad), wolkig, kein Wind. An einem Pferdegestüt vorbei durch den Wald komme ich bald auf eine Nebenstraße und anschließend biege ich in einen Begleitfeldweg zur Schnellstraße. Trotz dem wohlklingendem Namen „Römerweg“ ist die Strecke nach Kobersdorf öde und fad und so ich bin froh, um 09:57 dort anzukommen. Im Dorfwirtshaus hol ich mir den Stempel (hier ist ein Fehler im Wienerland Führer, der schickt einen in die Fleischhauerei), trink einen Kaffee und um 10:13 geht es weiter Richtung Landsee.

Ein Nachsatz noch zu den Kobersdorfern: Das sind echt nette Leute dort. Vom Wirtshaus raus halte ich mich nach links und als ich stehenbleibe, um zu schauen wo der Weg weitergeht steht schon der Wirt hinter mir und schickt mich nach rechts. 5min später bleibe ich stehen, um die Weggehzeit am Handy zu notieren – schon hält ein vorbeifahrender Autofahrer und fragt mich gleich, wo ich denn hinwolle, um mir dann den Weg zu erklären …

Gleich nach dem Start eine schöne Raststätte mit Ausblick.
Das Schild wurde hoffentlich nicht extra aufgestellt um vor mir zu warnen?
Dieser Grundbesitzer mag wohl eher keine Pferde in seinem Wald.
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Schloss Kobersdorf
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Das ist definitiv das modernste Pfarramt, das ich je gesehen habe.

Der Judensteig entpuppt sich anfangs als Feldweg und ich habe heute anscheinend Orientierungsprobleme und verpasse eine Abzweigung in einer Kehre. Doch die Wege führen zusammen und so geh ich weiter. Beim Treffpunkt erkenne ich partout nicht den richtigen Weg – vielleicht ist er auch den Schlägerungsarbeiten in diesem Bereich zum Opfer gefallen.

Etwas später beginnt dann der echte Steig und leider hab ich heute die Machete vergessen, die wäre wirklich hilfreich gewesen, der Weg ist total verwachsen (ich würde um diese Jahreszeit fast eher den parallelen verlaufenden Forstweg empfehlen). Zurück am Feldweg versäum ich wieder die Abzweigung und bin schon wieder falsch – das 3. mal heute. Doch ich merke es gleich und wechsle die 10m in den Wald zum wiederum parallel führenden Steig, der mich dann auf die Burg Landsee führt.

Der Eingang der Burgruine Landsee.

3,50 Euro Eintritt ist mir dann doch zu viel, denn ich will mich nicht aufhalten. Ist doch eine längere Tour heute und keine Ahnung was da noch kommt. So lande ich Schlag Mittag bei der Kontrollstelle Landsee. Rein ins Gasthaus und erst um 12:55 geht’s wieder weiter – es war echt lustig da drinnen :).

Kurz vor Blumau übersehe ich schon wieder eine Abzweigung und gleich danach nochmal. Diesmal will ich es aber genau wissen – ich geh zurück – da ist nix. Also rein in die Wiese wo der Weg gehen soll und den Waldrand absuchen – Fehlanzeige. Also durch die Büsche rein in den Wald – wieder Fehlanzeige. Ich geb auf und geh retour auf den Forstweg runter nach Blumau.

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Wo bitteschön ist hier der Weg (unten sieht man schon die Dächer von Blumau)?

In Blumau verlasse ich dann endgültig das Burgenland und wechsle in die Bucklige Welt. Durch den Wald geht es rauf nach Stang, die verlorenen Höhenmeter müssen wieder gut gemacht werden. Ab Stang geht es dann auf einer sehr ruhigen Straße gemütlich dahin.

Auf Wiedersehn Burgenland. Hab viele neue Plätze kennengelernt und ich komme sicher mal wieder.

Doch dann frischt es auf und mit dem Wind verdunkelt sich rasch der Himmel. So gebe ich Gas, weil es sind noch fast 2h bis Krumbach. Doch der Wind verbläst die Gefahr und so gehe ich ganz gemütlich und Fußschonend die letzten km nach Krumbach, wo ich um 16:45 im Krumbacher Hof einchecke und ein hervorragendes Abendessen genieße.

Ein mächtiger Baum bewacht den Ortseingang von Stang.
In Stang trennen sich wieder die Wege vom 02er und dem 07er.
Eine wirklich aussichtsreiche Wanderung – die Straße stört nicht, es fahren hier keine Autos.
Hier kurz vor Aigen – Blick in die Bucklige Welt.
Ein erster Blick auf mein heutiges Etappenziel Krumbach.

Beim Abendessen fragt mich der Wirt, ob ich gut hergefunden habe – denn es beschweren sich viele Wanderer über die schlechten Markierungen. Das beruhigt mich, vielleicht lag es doch nicht nur an mir. Morgen geht es dann weiter nach Mönichkirchen, bin schon gespannt wie es vorangeht.

Statistik Tag 5:

  • Wegstrecke: 33,1 km
  • Zeit 8:04 (aktiv 6:54)
  • Höhenmeter: 921 auf/953 ab
  • Übernachtung: Krumbacher Hof (54 Euro)

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