Welterbesteig Tag 8: Aggsbach Markt – Melk (Ziel)

Finale. An diesem heißen Sommertag im August nehmen wir uns mit den Etappen 7 und der kurzen Etappe 8 doch einiges vor um unser Ziel in Melk zu erreichen.

Knapp 28 km trennen uns vom Ziel und um 8:58 starten wir in Aggsbach Markt los. Nach ein paar Metern im Dorf wandern wir auf der Edelbergrunde sportlich los und erledigen die ersten 300hm in etwas über 30 Minuten. Danach gehts aber gemütlich durch typisches Wald- und Wiesengelände weiter, bis wir nach etwas über einer Stunde Gehzeit den Ort Zintring erreichen.

Nun geht es runter in den Graben des Grimsingbaches und auf der anderen Seite wieder rauf – meist sind wir hier auf Forststraßen unterwegs. Bei einem (zugesperrten?) Gasthaus mit Bushaltestelle vorbei geht es nun entlang des Felbringbachs stetig bergab bis wir nach 2:50 die Käfermühle erreichen. Hier weichen wir kurz vom Weg ab und besuchen die Ruine Burgkirche Gossam, die nur 3 Minuten die Straße runter liegt – interessantes Bauwerk so mitten im Wald.

Danach geht es wieder bergauf, bis wir um 12:20 Mödersdorf erreichen. 13km sind wir bis jetzt gewandert und knapp 3,5h – da kommt uns ein Kühlschrank mit kühlen Getränken und Eis mehr als nur gelegen. Nach Mödersdorf geht es noch ganz kurz bergauf, dann aber wandern wir zuerst durch den Wald, dann aber über aussichtsreiche Wiesen und Wege ins Etappenziel Emmersdorf, welches wir nach gut 4h kurz nach 13 Uhr erreichen. Mittagspause! Doch leider finden wir kein offenes Gasthaus und so gehen wir nach 15min Suche gleich weiter. Wir starten somit um 13:20 ein wenig hungrig mit Etappe 8 – die für uns letzte Etappe am Welterbesteig.

Verpflegung in Zeiten von COVID19

Un wieder geht es hinauf ins Waldviertel – doch diesmal sind es nur ein wenig mehr als 100hm und es ist auch unser allerletzter Anstieg. Nach 30min erreichen wir auch schon Rantenberg und von dort weiter auf die Dachbergwarte. Schaut gut aus, wäre sicher nett – doch leider zugesperrt und den Schlüssel wollen wir uns jetzt auch nicht wirklich holen. So geht es gleich weiter und wir steigen ab nach Hain und gleich runter zur Donau nach Luberegg, wo wir um 14:45 endlich im Tschecherl am Hafen unsere Mittagspause machen.

Frisch gestärkt starten wir um 15:55 unsere letzten Kilometer. Zuerst zur Donau und entlang der „Insel“ (ist das eine Folge des Kraftwerks?) bis zum Donaukraftwerk Melk. Dort dürfen Radfahrer und Fußgänger die Donau überqueren und dann wandern wir am rechten Ufer entlang Richtung Melk, wo wir um 16:55 unser Tagesziel erreichen – genau dort, wo wir am 11.04.2020 los marschiert sind.

Bei einem guten Kaffee und einem Eisbecher lassen wir den Welterbesteig nachklingen. 9 Wandertage oder 41 Stunden haben wir für die 188,8km und 6.590hm, eingeteilt in 15 Etappen, benötigt. Wir durchwanderten dabei den Dunkelsteinerwald, die Wachau und am Ende die Südausläufer des Waldviertels und lernten in unserer unmittelbaren Heimat viele neue Orte und Plätze kennen.

Wir haben den Welterbesteig abgeschlossen!

Jeder einzelne Tag hatte für sich seine Höhepunkte, doch müssten wir eine Siegeretappe küren, so wäre es wohl jene am Tag 4 von Bergern bis Rothenhof, welche die Wachau von ihrer schönsten Seite zeigt. Alles in allem ist es ein wirklich schöner und empfehlenswerter Weg, der mit seinen zwar meist kurzen aber immer wieder knackigen Anstiegen auch durchaus fordernd sein kann.

STATISTIK:

  • Strecke: Aggsbach Markt – Zintring – Emmersdorf (Etappe 7) – Hain – Luberegg – Donaukraftwerk – Melk (Etappe 8)
  • 27,1 km, 789 hm Aufstieg, 787 hm Abstieg, höchster Punkt irgendwo am Weg (524m)
  • Einkehrmöglichkeit: Emmersdorf, Luberegg, Melk
  • Gehzeit netto 5:52, inkl. Pausen 7:56

Welterbesteig Tag 7: Mühldorf – Aggsbach Markt

Am vorletzten Tag am Welterbesteig verändert sich die Landschaft doch recht deutlich – die Wachau weicht dem Waldviertel.

Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem Quartier, dem GH Weißes Rössl, starten wir gegen 3/4 9 unseren vorletzten Welterbesteigtag mit den Etappen 5 und 6. Nach ein paar Metern durch Mühlbach biegen wir schon auf den Trenning ein und stapfen gleich mal ordentlich steil empor. 35 Minuten und nicht immer ganz am Weg später sind wir auch schon am Gipfel dieses kleinen Berges der mit Kreuz und Bankerl zur ersten Rast einlädt. Apropos – wenn man sich den Aufstieg ersparen will, kann man den Trenning auch einfach umgehen.

Nach einer kurzen Pause geht es dann auf der anderen Seite wieder bergab und nach 1 Stunde Gehzeit erreichen wir ein paar Bauernhöfe. Von hier weg geht es nun wieder hinauf auf den Jauerling, der übrigens mit seinen 960m der höchste direkt an die Donau angrenzende Berg ist.

Die nächsten 45min und knapp 400hm geht’s durchaus sportlich bergauf, meist auf Wegen, manchmal auch auf Forststraßen – aber immer durch den Wald. Danach wird es aber flacher und wir wandern gemütlich rüber zum Naturparkhaus, wo wir nach weiteren 15min eintreffen.

Mit einer wunderbaren Suppe gestärkt wandern wir 30min später ein paar Minuten die Straße hinauf und biegen dann nach einem kurzen Waldstück rechts vom Weg ab, wo wir nach einigen Metern den Gipfel des Jauerlings erreichen, wobei Gipfel vielleicht doch das falsche Wort für diesen Punkt ist :). Doch auch dieser Platz hat seine besondere Wirkung und gleichzeitig stehen wir am höchsten Punkt des Welterbesteiges.

Gipfelkreis am Jauerling

Nun geht es eben zurück zum Weg und in einer Schleife zum Sender und damit auch zur Bergstation des zumindest in der Flutlichtsaison weithin sichtbare Skigebiet Jauerling. Wir wandern aber nicht die Piste hinab, sondern biegen Richtung Süd-Ost in den Wald ab. Stetig geht es nun bergab, bis wir nach einigen km die ersten Häuser von Maria Laach erreichen. Der Weg ist inzwischen einem ausgewaschenen Forstweg gewichen und nicht gerade das Highlight am Welterbesteig. Doch noch geht es nicht nach Maria Laach, sondern wir drehen eine Schleife über Norden und machen dabei auch noch ein paar Höhenmeter. Kurz v0r 13:00 nach gut 4 Stunden Wegzeit ist es aber geschafft und wir erreichen den Hauptplatz von Maria Laach und das Etappenziel von Etappe 5.

Im Gasthaus Ringl direkt am Platz machen wir Mittagspause, ehe wir um 13:55 wieder losstarten. Das Wetter war bis hierher eigentlich ganz gut, Wolken und Sonne, doch die Tendenz ist eher negativ und es schaut ein wenig nach Gewitter aus. Zuerst geht es noch ein paar Gassen durch Maria Laach, dann runter in einen Graben, durch eine Christbaumwald und gegenüber wieder bergauf. Möglicherweise liegt es am Suppenkoma, oder aber an der doch etwas eintönigen Waldwanderung und an den knapp 15km und den 1000hm Aufstieg, aber es ist grad ein wenig zäh.

Doch die Strecke meint es gut und wir erreichen rasch offene Felder und sehen sogar die Donau. Durch eine kleine Ortschaft geht es gemütlich weiter bergab. Knapp 45min sind seit dem Start vergangen, nun wird es steiler und wir steigen ab Richtung Tagesziel. Und fast hätten wir es geschafft, doch 10 min vor dem Ziel erwischt uns das Gewitter. Zuerst warten wir geschützt unter den letzten Bäumen am Weg noch ab, doch es wird mehr und wir wechseln auf Regenausrüstung, in der wir dann die letzten Meter durch Aggsbach wandern und um 15:30 müde das Ziel erreichen. Nach einer kurzen Stärkung im Kaffeehaus fahren wir dann mit dem Bus zurück nach Spitz zum gestrigen Ausgangspunkt.

STATISTIK:

  • Strecke: Mühldorf – Trenning – Jauerling – Zeißing – Maria Laach (Etappe 5) – Eichberg – Aggsbach Markt (Etappe 6)
  • 21,4 km, 945 hm Aufstieg, 1.094 hm Abstieg, höchster Punkt Jauerling (960m)
  • Einkehrmöglichkeit: Naturparkhaus Jauerling, GH in Maria Laach und Aggsbach Markt
  • Gehzeit netto 4:55, inkl. Pausen 6:48

Welterbesteig Tag 6: Weißenkirchen – Mühldorf

Heute sind die letzten beiden „richtigen“ Wachau Etappen am Programm – mit Nächtigung in Mühldorf.

Heute starten wir erstmalig zu einer 2-Tagestour am Welterbesteig, welches uns unserem Ziel sehr nahe bringen soll. Wir parken unser Auto am kleinen Parkplatz an der Donau und starten kurz vor 9 in Weißenkirchen, welches um diese Zeit noch sehr ruhig ist.

Nach ein paar Minuten lassen wir den schönen Weinbauort auch schon hinter uns und wandern zwischen den Weinbergen. Wunderschön ist es hier mit herrlichem Ausblick. Nach knapp einer Stunde führt der Weg mit nur einer kurzen Unterbrechung in den Wald und so sehen wir die Wachau erst kurz vor Spitz wieder, als wir beim roten Tor aus dem Wald kommen.

Gegen 11:40 erreichen wir nach knapp 3h Gehzeit Spitz, welches auch gleichzeitig das Ende von Etappe 3 markiert. Wir gehen nach einer Mittagsrast um 12:31 weiter und besteigen zuerst den 1000 Eimer Berg, sicherlich eines der berühmtesten Wahrzeichen der Wachau. Recht hoch ist er ja nicht und von der Nordseite aus nur mit Sträuchern und Bäumen bewachsen – der Weinbau findet im Süden statt. 15 Minuten dauert der Aufstieg – also empfehlenswert auch bei einem Kurzbesuch in Spitz.

Wir steigen nun wieder ab und folgen dem Weg aus Sipitz hinaus weiter in den Spitzer Graben, wo auf dessen Südhängen bis unmittelbar vor Mühldorf alles im Zeichen des Weins steht. Meist führt der Weg an der Waldgrenze und so haben wir nicht nur die Sonne immer im Rücken, sondern auch ein wunderschönes Panorama. Besonders spannend ist es aber, dass dieses sich doch deutlich verändert hat, so schauen wir nun auf die Waldrücken des Jauerlings – so schnell ist die Donau aus unserem Blick entschwunden.

Kurz vor 3 erreichen wir die ersten Ausläufer unseres Tagesziels Mühldorf. Doch der Weg macht noch eine Schleife und wir umgehen Mühldorf nördlich Richtung Oberranna. Die Burg Ranna ist dann aber wohl Privatbesitz, zumindest sind die Tore fest verschlossen. Von der Burg geht es dann über Wiesen runter in den Ort, wo wir um 15:37 am Hauptplatz und damit auch bei unserem Nachtquartier, dem Gasthof Weißes Rössl, eintreffen.

STATISTIK:

  • Strecke: Weißenkirchen – Kollmitz – Rotes Tor – Spitz (Etappe 3) – Spitzer Graben – Mühldorf (Etappe 4)
  • 22,5 km, 915 hm Aufstieg, 768 hm Abstieg, höchster Punkt Burg Ranna (450m)
  • Einkehrmöglichkeit: Weißenkirchen, Spitz und Mühldorf
  • Nächtigung: GH Weißes Rössl (wirklich empfehlenswert)
  • Gehzeit netto 4:56, inkl. Pausen 6:07

Wanderung auf die Hinteralm

Der Lockdown ist endlich vorbei und wir wollen sogleich die heimische Hüttengastronomie mit unserem Besuch unterstützen.

Die Wetterprognose ist zwar bescheiden, doch wir wollen endlich etwas Normalität und so führt uns die 1. Wanderung 2021 auf die Hinteralm – ein Ziel, welches ich schon 2x im heurigen Winter besucht habe.

Wir wählen die etwas gemütlichere Variante vom Grünen Tor, wo wir auch parken und um 08:25 starten. Ein paar Meter die Straße hinab biegt der Pichlersteig rechts in den Wald und es geht gleich ordentlich bergauf. Vom Regen der letzten Tage ist der Steig sehr glitschig und wir müssen ordentlich aufpassen, um nicht wegzurutschen.

Doch nach 35 min ist es auch schon geschafft und wir erreichen einen Forstweg, der uns gemütlich zur Bergstation des Sessellifts bringt, der inzwischen auch schon den Betrieb aufgenommen hat. 1:05 h sind wir bis hierher unterwegs und ab hier kenne ich den Weg vom Winter. Doch wir wandern nicht lange die Forststraße entlang sondern biegen rechts in die Klöstertreppe ab, wo wir kurz etwas steiler hinauf zum Sendemasten am Muckenkogel wandern. Hier hat man einen schönen Ausblick uns sollte an guten Tagen viele Klöster sehen. Spannender ist aber ein steiler Abhang Richtung West – hier startete der anno dazumal der 1. Torlauf der Skirenngeschichte.

Auf der Rückseite gehen wir nun wieder hinunter zum parallel verlaufenden Forstweg und folgen diesen, bis wir abermals vom Weg abweichen und über den Waldweg den Grad entlang gehen, der direkt beim Gipfelkreuz der Hinteralm endet – es ist inzwischen 10:10 – 1:40 h waren wir bisher unterwegs.

Nach der 3G Kontrolle auf der Hütte (wir bekommen sogar ein Band) entscheiden wir in die Hütte rein zu gehen – eine gute Entscheidung, denn das Wetter wird immer schlechter. Um 12:20 starten wir dann aber doch den Abstieg – ursprünglich wollten wir über den Schwarzwald gehen, aber das Wetter motiviert uns den kürzesten Weg zu nehmen – also retour am Aufstiegsweg.

Um 13:00 – also nach 40 min erreichen wir die Lilienfelder Hütte und flüchten vor dem aufkommenden Regen hinein. um 16:20 ist es aber wieder schön und nach langer und intensiver Rast gehen wir am Forstweg die letzten Meter bis zum Parkplatz, den wir nach 25min erreichen.

Wir waren zwar mehr auf der Hütte als beim Wandern, aber schön war’s!

STATISTIK:

  • Strecke: Grünes Tor – Pichlersteig – Muckenkogel – Traisner Hütte – Lilienfelder Hütte – Grünes Tor
  • 0,0 km; 665 hm; höchster Punkt: Hinteralm (1311)
  • Einkehrmöglichkeit: Traisnerhütte (131 – am Gipfel), Lilienfelder Hütte (956)
  • Gehzeit netto 2:41, inkl. Pausen 8:27

Welterbesteig Tag 5: Rothenhof – Weißenkirchen

Weiter geht’s am Welterbesteig. Nach der wunderschönen Wanderung im Oktober sind wir schon auf den Weiterweg gespannt.

Bei wunderschönem Wetter starten wir um 07:52 unseren Weiterweg in Rothenhof und nach nur wenigen Gehminuten sind wir schon an jener Stelle, wo wir im Herbst abgebrochen haben.

Anfangs geht es durch die Weinberge, die jetzt gerade die ersten Blätter ansetzen. Vorbei an Unterloiben – immer die Donau im Blick kommen wir rasch voran und erreichen nach 1:15 das Etappenziel Dürnstein. Ungewohnt menschenleer schlendern wir auf der Suche nach einem Kaffee durch die Stadt bis wir 15min später Richtung Ruine weitergehen.

Ein traumhafter Frühlingstag in der Wachau

Nun geht es am bekannten Weg hinauf zur Ruine, nach 15min ist diese erreicht – wir halten uns aber nicht auf, da wir diese ja schon gut kennen. Links vorbei geht es nun weiterhin halbwegs steil bergauf Richtung Starhembergwarte – doch leider übersehen wir die Abzweigung und kommen um 10 Uhr bei der Fesslhütte an. Egal – wir gehen trotzdem rauf zur Warte, sind ja nur 5min. Die Warte selbst ist offen und bietet einen wunderschönen Blick über die Wachau – absolut empfehlenswert.

Nach 5min Fotopause wieder zur geschlossenen Hütte, wir setzen uns aber trotzdem und machen eine erste Pause – 9km und 2:20 sind wir heute schon unterwegs. Nach 15min Pause geht es weiter Richtung Vogelberg – hier ist die Orientierung nicht ganz einfach, zumindest gibt es anscheinend mehrere Wegvarianten. Wir entscheiden uns, zur Kanzel vor zu wandern, was wir ob des traumhaften Ausblickes nicht bereuen. Bei entsprechend viel Verkehr wird es hier aber sicherlich recht eng … . Beim Rückweg biegen wir links vom Weg ab und wandern eine Abkürzung retour zum Originalweg, der aber nach weinigen Minuten erreicht ist.

Der Weiterweg ist ganz nett, doch nach den Eindrücken der letzten Kilometer von Mautern weg ist das Begehen eines Forstwegs ohne nennenswerte Aussicht schon fast eine Enttäuschung und so trotten wir mehr oder weniger ereignislos durch den Wald – immer wieder ein wenig bergauf und bergab aber nie anstrengend.

Rund 12 km dauert diese Waldwanderung bis wir kurz vor Weißenkirchen wieder in den Weingärten landen. Die letzten km nach Weißenkirchen sind wieder Wachau vom Feinsten.

STATISTIK:

  • Strecke: Rothenhof – Franzosendenkmal – Dürnstein (Ende Etappe 1 – Start Etappe 2) – Ruine Dürnstein – Srarhembergwarte – Fesslhütte – Kanzel/Vogelberg – Weißenkirchen
  • 25 km, 892 hm Aufstieg, 892 hm Abstieg, höchster Punkt: Starhembergwarte (564m)
  • Einkehrmöglichkeit: Fesslhütte und Gastro/Heurige in Dürnstein & Weißenkirchen
  • Gehzeit netto 5:14, inkl. Pausen 6:09

Saisonfinale am Hochschwab (diesmal ganz)

Einmal geht’s noch und bei bestem Wetter und super Bedingungen beende ich meine 1. Skitourensaison.

Aller guten Dinge sind 3 und so startet Lois seinen 3. Versuch, den Hochschwab zu bezwingen – diesmal ist die Wetterprognose wirklich gut und so starten wir (Lois, Alex, Felix, Roman, Hannes und ich) um 7:51 den aus meiner Sicht 2. Versuch.

Den Weg kennen wir schon von vor 2 Wochen und hier hat sich auch nix geändert – nur der Schnee ist etwas weniger geworden und es ist heute merklich wärmer und nicht eisig. Das merken wir auch bei der Abfahrt vom Franzosenkreuz – die geht heute deutlich weniger weit. Nach 2:50 sind wir bei der Voisthalerhütte und machen hier wieder eine kurze Pause.

Nun gehen wir aber nicht mehr rechts rauf sondern weiter in die Obere Dullwitz bist wir am Ende des Tals den steilen Hang rechts hinauf dem Sommerweg (Graf Meran Steig) folgen. Ist wirklich knackig hier. Nach ziemlich genau 4 Stunden sind wir beim Durchgang zum Rücken des Rotgangkogels und machen eine weitere kurze Verschnaufpause. Ein kurzes Wort zu den Konditionen – es ist heute deutlich weniger eisig und wesentlich angenehmer zu gehen, wenn auch der Aufstieg aus der Dullwitz durchaus anspruchsvoll ist.

Die nun folgende Querung ist heute auch angenehm zu gehen und nach rund 4:20h erreichen wir den Umkehrpunkt des letzten Versuchs. Heute gehen wir aber weiter – das Wetter ist auch wunderschön. Den Aufschwung rauf sind wir 15min später schon beim Schiestlhaus. Hier geht es bergab – was sich als nicht ganz einfach herausstellt, weil es schon ziemlich aper ist und man die Spur sehr bedacht wählen muss. Am Gipfelhang angekommen wählen wir die direkte Linie über die Abfahrt, bis auf das erste steile Stück geht der Aufstieg super gut. Einige von uns geben aber sicherheitshalber trotzdem die Harscheisen rauf, es geht aber auch ohne.

7Um 13:05 erreichen wir nach 5:15h den Gipfel und sind überwältigt, wie schön die Aussicht hier ist. Eine ordentliche Gipfelrast und um 13:30 starten wir auch die Abfahrt. Wir fahren die Aufstiegsroute runter – mit 2 kleinen Ausnahmen. Bei der Einfahrt in den Hang runter zur Oberen Dullwitz fahren wir gleich nach dem Durchgang rechts runter und kürzen so die Strecke ein wenig ab – hier haben wir sogar noch das Glück einige schöne Spuren in den unverspurten Hang ziehen zu dürfen. Unten bei der Ausfahrt halten wir uns dafür links und fahren dann einige Rinnen ab, damit wir uns das kurze Bergaufstück unten im Talboden ersparen.

Einzig die letzten Kilometer nach der Talstation der Materialseilbahn der Voisthalerhütte sind ein wenig zach – der Schnee pickt und wir müssen ordentlich anschieben. Doch um 15:42 ist es geschafft und wir kommen nach fast 8h Tour glücklich am Parkplatz an – der Hochschwab und ich sind nun endlich Freunde geworden :).

Danke an Lois für das schon bewähre Relive Video unserer Tour.

Fazit: Die Skitour von Seewiesen auf den Hochschab ist mit über 23km und 1500hm lang und teilweise auch recht steil. Bei schönem Wetter ist sie aber eine landschaftlich eine Traumtour, einfach in der Orientierung und jeden Meter wert. Für mich war das ein sensationeller Abschluss meiner ersten Skitourensaison – jetzt freu ich mich aber schon aufs Wandern.

STATISTIK:

  • Strecke: Parkplatz Seewiesen – Untere Dullwitz – Obere Dullwitz – Graf Meran Steig –Schiestelhaus – Gipfel; Abfahrt wie Aufstieg
  • 23,2 km, 1500 hm Aufstieg (11,5 km)
  • Höchster Punkt: Hochschwab (2277m)
  • Einkehrmöglichkeit: Voisthalerhütte, Schiestelhaus
  • Aufstiegszeit 5:13 (inkl. Pausen), Gesamt 7:50 (davon in Bewegung 5:20)

Skitour auf den Eisenstein

Ein später Wintereinbruch mit viel Neuschnee ermöglicht uns diese Powdertour vom Feinsten.

Die südseitige Tour von Knedlhof auf den Eisenstein ist eine typische Hochwintertour und um diese Zeit normalerweise nicht mehr machbar. Die Gipfelwiese war vor einigen Tagen auch schon fast vollständig aper. Doch es hat in den letzten Tagen ordentlich geschneit und die Internetforen lassen drauf schließen, dass die Tour gehen sollte. Noch dazu ist starker NW-Wind angesagt und da hoffen wir, dass die Südseite doch etwas gemütlicher ist.

Somit starten wir (Lois, Alex, Karin und ich) um 08:36 von der Bundestraße los – später sehen wir noch einige andere Tourengeher, die den Mühlhofgraben bis zum Ortbauer reinfahren und dort weggehen – auch eine Möglichkeit. Zuerst über die Wiese, dann entlang der Straße des Mühlhofgrabens bis zu einer ersten Wiese die wir gleich links aufsteigen. Am oberen Ende rein in den Wald und auf einem Forstweg überwinden wir einen Graben. Danach auf einem anderen Weg weiter bis zu einem Schranken.

Hier biegen wir links in eine steile und relativ schmale Rinne ab. Der Wind ist inzwischen schon deutlich spürbar und so richtig gemütlich ist es nicht. Doch der viele Neuschnee macht das mehr als nur wett. Um 9:40 – also nach gut einer Stunde Gehzeit haben wir auch die Rinne geschafft und erreichen rechterhand die offene Gipfelwiese. Der Wind hält sich in Grenzen und nach knapp 30min Aufstieg quasi auf der Direttissima erreichen wir den Gipfel. Hier machen wir im offenen Winterraum eine gemütliche Pause mit frischem Glühmost, bevor wir uns an die Abfahrt machen.

200hm wunderschöner und bodenloser Powder erwarten uns und skifahrtechnisch sind das die schönsten Minuten im heurigen Winter. Wir fahren die Wiese in der Falllinie nach Süden ab und verlängern die Abfahrt noch ein wenig, indem wir uns links von der Aufstiegsrinne halten. So gewinnen wir noch ein paasr Schwünge dazu und biegen direkt unterhalb der Rinne in die Aufstiegspur ein. Dem Weg folgend versäumen wir weiter unten leider eine Abzweigung in eine Wiese und fahren dem Forstweg nach, der aber die Wiese nur umkurvt. Nix passiert, halt nur ein paar Schwünge geopfert.

Danach wieder auf dem Weg der Aufstiegsspur bis zur Wiese beim Ortbauern, wo sich noch ein paar schöne Schwünge ausgehen. Dann fahren wir ohne Abschnallen auf bzw. neben der zugeschneiten Straße wieder aus dem Tal raus bis zum Auto.

Fazit: Eine sehr kurze, aber bei ausreichend Schnee wunderschöne Tour. Ich kenn noch nicht wirklich viele Skirouten bei uns in NÖ – aber dieser Hang ist bisher definitiv der Schönste. Wer willr kann am Berg vis-a-vis den Tourentag entsprechend erweitern und kommt dann auch auf ordentlich Höhenmeter.

STATISTIK:

  • Strecke: – Abfahrt über die Gipfelwiese bis zur Waldgrenze und dann wie Aufstieg
  • 7,4 km, 570 hm Aufstieg (3,7 km)
  • Höchster Punkt: Eisenstein (1185)
  • Einkehrmöglichkeit: Julius Seitner Hütte
  • Aufstiegszeit 1:30 (inkl. Pausen), Gesamt 2:51 (davon in Bewegung 1:43)

Skitour auf den Hochschwab (zumindest fast)

Vergangenes Wochenende probierten Lois und Alex den Hochschwab – brachen aber ab. Nun wollen wir gemeinsam diese lange Tour durchführen.

Die Wetterprognose ist grundsätzlich ganz gut, aber windig. Persönlich bin ich aber etwas skeptisch, denn der Hochschwab und ich sind keine so guten Freunde aus einer früheren Sommerbegehung, wo es in ganz Österreich bestes Wanderwetter gab – am Hochschwab bedeutet das Nebel, Regen und Neuschnee im August.

Der Schnee ist schon halbwegs weggeschmolzen und so können wir fast bis zum Schranken fahren. Um 7:56 starten wir bei wunderschönen Wetter die Tour. Der Schnee ist hart und wir können trotz einiger aperen Flächen ohne Abschnallen am Waldrand marschieren. Es sind doch einige andere Tourengeher unterwegs, aber es ist Platz genug für alle da.

Beim Punkt 1042 – also nach rund 2,5km relativ flachen Gehens teilt sich der Weg – wir entscheiden und links entlang des Sommerwegs (ist auch der WWW 01 und 05) anzusteigen. Erstmals wird es etwas steiler, aber das ist kein Problem – irgendwann müssen wir ja Höhe machen. 20min später treffen wir auch auf den Alternativweg – einzige Herausforderung hier ist die richtige Stelle zu finden, in der wir in den Graben reinfahren können.

Danach ein kurzer freier Hang bergauf (bislang waren wir bis auf das erste Stück immer im Wald unterwegs) und rechts geht der Weg weiter. Einige kürzen hier etwas ab und gehen gleich in den Wald – es ist meiner Ansicht nach aber angenehmer dem Sommerweg zu folgen. Ein paar Meter weiter der erste wirkliche Orientierungspunkt – die private und wirklich schöne Florlhütte. 1h 15min und 4km sind es bis hierher, rund 300hm im Aufstieg.

Nun geht es weiter durch die untere Dullwitz und kurz steiler hinaus zu einem Sattel – dem sogenannten Franzosenkreuz. Auf der anderen Seite erwartet uns eine kurze Abfahrt in ein breites Tal. Rasch geht es wieder in den immer lichter werdenden Wald und nun erreichen wir den Aufstieg zur Voisthalerhütte – hier geht es erstmals wirklich zur Sache. Der Schnee ist nach wie vor hart gefroren und eisig, das macht die Tour nicht leichter – noch aber kommen wir gut voran, auch das Wetter hält.

2:20h sind wir bis jetzt unterwegs und 6,7km, Zeit für eine Pause. Der Wind frischt merklich auf, ist aber kein Problem. So steigen wir nach einer Stärkung weiter in die Obere Dullwitz auf und stellen überrascht fest, dass nach rund 10min die Tourengeher allesamt nicht weiter auf der Route durch den Talboden gehen, sondern rechts hinauf abbiegen. Wir fragen und ein Tourengeher erklärt uns, dass dieser Weg kürzer ist und wir ihm ruhig folgen können.

Gesagt, getan. Es geht in der Wand recht knackig nach oben – kombiniert mit wenig Schnee und sehr eisigen Bedingungen ist das dann doch ganz schön fordernd. Doch wir haben gelernt – Harscheisen sind schon unten angelegt worden – ohne würde ich hier jetzt nicht gehen wollen, der Weg ist stellenweise auch recht ausgesetzt. Weiter oben treffen wir dann einen Tourengeher, der die Tour abbricht – keine Harscheisen und inzwischen deutlich schlechter werdendes Wetter haben ihn dazu bewogen.

Wir haben die Schwierigkeiten aber gut überwunden und steigen weiter auf. Inzwischen wechsle ich von den Sonnen- auf die Skibrille, so stark weht der Wind inzwischen. Die Sonne weicht auch immer mehr den Wolken und erste Fernblicke Richtung Gipfel verheißen auch nix Gutes.

Wir kämpfen aber weiter und erreichen nach 4:10h den Durchgang zur Flanke des Rotgangkogels, der auch die 2000er Grenze markiert. Obwohl nicht steil, ist es an dieser Flanke unangenehm zu gehen – einfach nur eisig hier. Das Wetter wird auch immer schlechter, der Gipfel ist inzwischen im Nebel verschwunden und nachdem wir nach einem weiteren Stück sehen, dass vor uns einige Tourengeher mit den Skiern am Rücken gerade einen Aufschwung durchqueren beschließen wir auf knapp 2100m und wahrscheinlich 30min vor dem Gipfel die Tour abzubrechen – Hochschwabwetter halt.

Das erste Stück fahren wir auf der Aufstiegsroute ab, nach dem Durchgang biegen wir aber in den Graf Meran Steig ab. Hier ist es nach den Schneefällen der letzten Tage noch nahezu unverspurt und vorsichtig fahren wir hier einige schöne Firnschwünge in den Schnee. Im unteren Teil ist es eh schon wieder vorbei – der Firn weicht dem „Haxenbrecherschnee“. Im Talboden ist es aber wieder halbwegs eisig und so kommen wir ohne viel anzuschieben recht gemütlich zurück bis zum Auto – der Gegenhang beim Franzosenkreuz natürlich ausgenommen, den müssen wir aufsteigen.

Fazit: Wunderschön hier, doch der Hochschwab ist halt ein Wetteranziehungspunkt und mit seinen 2277 auch kein Wanderberg mehr. Der Wind war vorhergesagt -die Wolken eher nicht. Wie dem auch sei – ein Studienkollege, den ich beim Aufstieg zufällig getroffen habe, hat später gemeint – wir haben nix versäumt am Gipfel, es war grauslich und kalt.

STATISTIK:

  • Strecke: Parkplatz Seewiesen – Untere Dullwitz – Obere Dullwitz – Variante unter dem Wetterkogel – Ende kurz vor der letzten Flanke vor dem Schiestelhaus – Abfahrt über den Graf Meran Steig in die Obere Dullwitz – ab hier wie Aufstieg
  • 19,7 km, 1228 hm Aufstieg (9,5 km)
  • Höchster Punkt: Flanke nach dem Rotgangkogel (2072m)
  • Einkehrmöglichkeit: Voisthalerhütte, Schiestelhaus
  • Aufstiegszeit 4:20 (inkl. Pausen), Gesamt 5:53 (davon in Bewegung 4:02)

Skitour auf die Gemeindealpe

Viele Touren bieten in diesem schneearmen Winter keine guten Bedingungen mehr und so bietet sich die Gemeindalpe mit sicherer Abfahrt über die Piste für diese Spätwintertour an.

Es kündigt sich nicht nur ein sonniger Tag an, sondern auch eine kleine Neuschneeauflage lässt unsere Erwartungen steigen. So starten Conny und Roman, Birgit, Karin und ich kurz vor 9 die Tour.

Auf der Piste bzw. Ziehwegen geht recht gemütlich nach oben bis zur Mittelstation, die wir nach knapp 1h Stunde erreichen. Danach kann man entweder die Piste (steil) oder so wie wir weiterhin ganz gemütlich auf Ziehwegen bis nach oben gehen. So ist ehrlich gesagt zum Weg nicht viel zu sagen – aber schön ist es trotzdem wenn wir um 11:15 nach rund 2,5h den Gipfel und das Terzerhaus erreichen.

Für die Abfahrt wählen wir im oberen Teil die Piste – hier können wir neben dieser sogar ein wenig Tiefschneefahren. Nach der Mittelstation teilen wir uns – die eine Gruppe nimmt den Ziehweg und die andere versucht noch eine vernünftige Linie auf der schon geschlossen Piste zu finden – der Ziehweg war die bessere Idee.

Fazit: Eine schöne und je nach Variante gemütliche oder sportliche Tour auf einen schönen Aussichtsberg mit Infrastruktur und Pistenabfahrt. Gerade in schneearmen Zeiten ein Vorteil. Anmerkung: Wie am Annaberg ist auch auf der Gemeindealpe ein Tourengeherticket zu bezahlen.

STATISTIK:

  • Strecke: Parkplatz Mitterbach – Aufstieg über die beschilderte Tour (leichte Variante) – Gemeindealpe – Abfahrt über die Piste.
  • 10,4 km, 801 hm Aufstieg (6,0 km)
  • Höchster Punkt: Gemeindeaple, 1626m
  • Einkehrmöglichkeit: Terzer Haus am Gipfel, Gasthof Bäreneck, Gastronomie bei der Talstation
  • Aufstiegszeit 2:30 (inkl. Pausen), Gesamt 3:39 (davon in Bewegung 2:18)

Skitour auf die Hohe Veitsch von Westen

Nachdem wir nun doch schon ein wenig Erfahrung gesammelt haben, wagen wir uns erstmalig mal auf einen etwas höheren Berg – die Wahl fällt auf die Hohe Veitsch von Westen aus.

Bei wunderschönen Wetter starten wir heute unsere allererste Skitour in die höheren Gefilde und wollen von Westen auf die Hohe Veitsch gehen. Mit dabei sind wieder einmal Alex und Lois, Hannes, Karin und ich. Erstmals begleitet uns Christian – ein Freund und erfahrener Tourengeher.

Am Parkplatz Sommerauer starten wir auf 916m um 7:51 los, außer uns kein Auto da. Anfangs ist es fad – auf einem geräumten Forstweg können wir anfangs neben dem Weg, später gerade noch am Wegrand gehen. Was solls – ein Forstweg ist halt in erster Linie ein Forstweg und keine Tourengeherstraße. 3,3 km und 250 hm später biegt der geräumte Weg links ab, während wir geradeaus weitergehen. In meinem Tourenführer habe ich auch noch einen anderen Weg gefunden, der etwas oberhalb durch den Wald führt – aber ich glaube nicht, dass dafür genug Schnee liegt.

Nun folgen wir 1,5km einen nicht geräumten Feldweg – bis hierher ging es immer gemütlich bergauf. Jetzt aber verlassen wir den Weg und biegen rechts ab, nach oben sieht man auch schon deutlich eine Rinne, über die unsere Aufstiegsspur führen wird. Und es wird steiler – bald schon müssen wir Kehren gehen – auch die eine oder andere Spitzkehre ist dabei.

Der Schnee ist hier relativ hart und sehr eisig und so ist das Vorankommen manchmal schwer und ich rutsche recht oft nach hinten weg. Es fehlt halt doch noch an der Technik. Langsam aber sicher schrauben wir uns hoch. Christian hat Pech – seine Bindung ist kaputt und lässt sich auch nicht reparieren. Kurzerhand beschließt er daher die Steigeisen anzulegen und einfach so mit uns mitzugehen, was bei der nicht wirklich tragenden Schneedecke ein wahrhaft sportliches Unterfangen ist.

So gegen 10:30 haben wir es aber geschafft, die Rinne ist bezwungen (am Schluss war es ordentlich schwer) und wir kommen in den vermeintlich leichten Teil der Hochebene rauf zum Gipfel. Nach kurzer Pause starten wir los und überschreiten ein Latschenfeld. Geht auch recht gut bis die Ebene dann doch wieder steiler wird und wir den Hang schräg nach oben durchschreiten. Der Schnee ist hier windgepresst und pickelhart und Lois kommt auf einmal nicht mehr weiter. Er befreit sich irgendwie aus seiner Lage und geht weiter, doch meine Frau ist sich auf einmal sehr unsicher. Jetzt erst beschließe ich, die Harscheisen anzulegen (geht wirklich super mitten im Hang – aber es geht zumindest) – viel zu spät, das hätten wir schon unten in der Rinne machen sollen. Und wieder was gelernt … .

Mit den Harscheisen geht es langsam weiter und bald kommt einerseits die Sicherheit retour – die Eisen halten gut – andererseits wird das Gelände oben immer flacher und so erreichen wir voller Freude gegen 11:47 endlich den Gipfel. Dort treffen wir nicht nur auf unsere Gruppe, die bereits vorangegangen ist, sondern auch auf die Karawane, welche von Süden aufgestiegen ist – na zumindest das ist vom Westen her deutlich besser.

Nach ausgedehnter Pause geht es nun an die Abfahrt. Anfangs gehts recht gut, doch der obere Teil der Rinne fordert uns ordentlich. Enge Rinne, Schnee schwer und zu wenig – das macht nicht wirklich Spaß. Unterwegs plaudere ich kurz mit einem uns überholenden Bergführer – auch er hat keinen Spaß bei der Abfahrt. Schlussendlich sind wir aber heil unten angekommen und marschieren zum Abschluss mit den Skiern am Rücken den geräumten Forstweg wieder raus zum Auto.

Fazit: Im Tourenführer steht die Tour mit II (Leicht) drinnen. Wird auch stimmen – aber nicht heute. Die Bedingungen waren wirklich schwer – nur das Wetter war top. Doch ich sehe es positiv – ich habe wieder einiges gelernt auf meiner noch recht jungen Tourengeherkarriere und verstehe die Beiträge und Hinweise in den einschlägigen Foren immer besser.

Es gibt auch wieder ein Relive-Video, Danke Lois!

STATISTIK:

  • Strecke: Sommerauer – Bärental – Gingatzwiese – Hohe Veitsch; Abfahrt wie Aufstieg
  • 15,9 km, 1067 hm Aufstieg (8,0 km)
  • Höchster Punkt: Hohe Veitsch, 1981m
  • Einkehrmöglichkeit: keine, Möglichkeit zum Abstieg auf die Graf Meran Hütte
  • Aufstiegszeit 3:56 (inkl. Pausen), Gesamt 5:59 (davon in Bewegung 3:55)