Skitour Grünes Tor – Hinteralm

Die Skitour auf die Hinteralm ist wirklich schön. Darum will ich die Gelegenheit nutzen, um diese auch einmal mit meiner Frau zu begehen.

Großvati – es hat geschneit. Nicht viel aber doch und so wagen meine Frau und ich den Aufstieg auf den Mucki bzw. die Hinteralm. Vom Parkplatz unten geht es nicht – so fahren wir rauf zum Grünen Tor. Leute sind viele da – Tourengeher aber kaum – ist halt doch wirklich wenig Schnee.

Los starten wir – diesmal zum allerersten Mal ganz alleine zu Zweit – um 10:32. Ganz gemütlich am Forstweg entlang (die Schneeauflage ist für den Aufstieg absolut ausreichend) erreichen wir nach 30min die Lilienfelder Hütte. DIese links liegen lassend weiter RIchtung Muckenkogel – langsam wird der Schnee auch mehr, doch ich versuche mir jetzt schon die heiklen Stellen für die Abfahrt zu merken.

Nach 1 Stunde passieren wir die Bergstation und nun steigen wir weiter auf zur Hinteralm, bei der wir nach 1:35 um 12:08 ankommen. Traumhaftes Wetter und wunderschöner Neuschnee macht die heutige Tour zu einem wahren Genuss.

Traumhafte Fernsicht Richtung Süden

Nach einer Pause mit Weitblick starten wir um 12:45 die Abfahrt – es geht eigentlich recht gut, nur im untersten Stück ist Vorsicht geboten und spontane Bremsmanöver eher zu meiden. Um 13:14 erreichen wir somit steinfrei und von einer Wettertechnischen Traumtour geflasht das Auto.

Gipfelbussi

Fazit: Die Variante über das Grüne Tor ist deutlich kürzer und leichter als der Start vom Liftparkplatz weg und durch den höheren Startpunkt auch um einiges schneesicherer. Einzig die Auffahrt mit dem Auto kann bei schlechten Straßenverhältnissen ein wenig heikel werden.

STATISTIK:

  • Strecke: Grünes Tor Lilienfeld – Lilienfelder Gschwendt – Bergstation – Muckenkogel (östlich umgehend) – Hinteralm; Abfahrt wie Aufstieg
  • 10,6 km, 583 hm Aufstieg (5,1 km)
  • Höchster Punkt: Hinteralm, 1313m
  • Einkehrmöglichkeit: Lilienfelder Hütte, Traisnerhütte, mit einem kleinen Umweg Klosteralpe bzw. Steinhofberghütte (Montagshütte)
  • Aufstiegszeit 1:35 (inkl. Pausen), Gesamt 2:42 (davon in Bewegung 1:55)

Abendliche Skitour auf das Ötscherschutzhaus

Am Dienstag bieten die Ötscherlifte einen Tourengeherabend an – das wollen wir doch gerne mal ausprobieren.

Nachdem wir am Sonntag die Tour am Nachmittag begangen sind, hat es uns so gut gefallen, dass wir heute mal das Angebot des Tourengeherabends nutzen wollen. Die Piste wird erst um 20 Uhr präpariert – bis dahin kann man also den Abend nach der Arbeit nutzen, um sich sportlich zu betätigen.

Gemeinsam mit Lois und Alex, starten meine Frau und ich um 16:23 den Aufstieg. Über die Route habe ich schon im letzten Beitrag berichtet – sie hat sich überraschenderweise nicht geändert.

So erreichen wir nach 1:20 Gehzeit die Hütte – und hätte sie offen, würden wir jetzt einen super gemütlichen Hüttenabend starten. So bleibt uns nur der mitgebrachte Sekt für die Damen und das Bier für die Herren und wir starten um 18:15 die Abfahrt. Leider hält die Stirnlampe meiner Frau nicht und sie muss in meinem Lichtkegel abfahren – auch recht lustig. Nach knapp 20 Minuten Fahrt auf der Piste haben wir dann um 18:32 das Auto erreicht und eine schöne Tour ist zu Ende.

Ein Nachsatz noch zum Schnee – also wenn das warme Wetter anhält und es nicht ordentlich schneit, dann ist es in ein paar Tagen hier vorbei mit dem Skifahren – und das Anfang Februar ;(.

Fazit: Für eine abendliche „After-Work-Tour“ ist das super. Nicht mal 1,5h Aufstieg und dann 15min Abfahrt; einfach perfekt – wir machen das sicher wieder.

STATISTIK:

  • Strecke: Liftparkplatz Großer Ötscher – Schutzhaus; Abfahrt über die Riffelpiste
  • 7,2 km, 540 hm Aufstieg (3,4 km)
  • Höchster Punkt: Ötscherschutzhaus, 1418m
  • Einkehrmöglichkeit: Ötscherschutzhaus, Talstation Lift
  • Aufstiegszeit 1:24 (inkl. Pausen), Gesamt 2:09 (davon in Bewegung 1:28)

Skitour auf das Ötscherschutzhaus

Eine kurze Skitour Nachmittagstour am ausgeschilderten Weg aufs Ötscherschutzhaus und ein wenig weiter.

Nach langem Hin und Her ob des mäßig schönen Wetters beschließen wir spontan eine kurze Tour auf das Ötscherschutzhaus. Die Schneeauflage ist mässig, lt. Info ist die Spur aber gut begehbar.

Start ist somit erst um 13:18 – mit dabei sind heute Lois und Alex, sowie Nachbar Hannes und ich. Vom Parkplatz weg geht es auf der beschilderten Spur kurz über Wiesen und Wege bis wir nach 15min auf die Piste kommen. Durchaus steil am Pistenrand empor haben wir an einer Kreuzung mit einem Ziehweg auch gleich eine lautstarke Begegnung mit einem Skifahrer, der überhaupt nicht einsehen will, warum wir da gehen – dass das die offizielle und ausgeschilderte Spur ist interessiert ihn herzlich wenig.

Den Ziehweg entlang geht es recht gemütlich – es sind eh sehr wenig Skifahrer unterwegs. Bald erreichen wir wieder die Riffelpiste – ein kurzes Stück steil bergauf oder alternativ über die Piste kreuzen (ist auch nicht gerade angenehm) und schon biegen wir wieder links ein. Nun sind wir erstmals nicht mehr auf einer Piste und hier startet auch das schönste Teilstück am Weg durch den Hochwald.

Nach rund 25 Minuten kreuzen wir abermals einen Ziehweg direkt unter dem Schutzhaus und erreichen nach 1:25 um 14:42 das Schutzhaus. Nach kurzer Beratung beschließen wir zumindest noch ein Stück weiter aufzusteigen.

Zuerst folgen wir der Almwiese bergauf Richtung Hüttenkogel – bald treffen wir eine vom Gipfel absteigende Schneeschuhwandererin, die uns den Weg durch die Latschen empfiehlt. So biegen wir auf 1500m Seehöhe kurz dem Sommerweg folgend in die Latschen Richtung Westen ab – lt. meinem Track ist hier auch ein Aufstiegsweg.

Der Schnee wird immer mehr (was nicht stört) – leider aber auch der Nebel (was sehr stört) und so beschließen wir nach kurzer Beratung auf rund 1580m umzukehren – denn ich will keinesfalls in diesem mir unbekannten Gelände bei Dunkelheit und/oder Nebel herumfahren.

So fahren wir zuerst am Aufstiegsweg retour zur Hütte und dann über den Riffelsattel ab und erreichen um 15:48 nach 2,5h das Auto.

Fazit: Nach schönem Start muss man kurz auf die Piste – aber ansonsten ist der Weg auf das Schutzhaus wirklich sehr schön. Die Abfahrt über die Piste ermöglicht auch schwächeren Skifahrern einen Tourengenuss und die Alpinisten können ja weiter auf den Gipfel aufsteigen- ein Unterfangen, das wir sicher auch mal in Angriff nehmen werden.

STATISTIK:

  • Strecke: Liftparkplatz Großer Ötscher – Schutzhaus – 30min weiter Richtung Gipfel; Abfahrt über die Riffelpiste
  • 7,8 km, 720 hm Aufstieg (4,2 km)
  • Höchster Punkt: Latschen ober den Hüttenkogel, 1580m
  • Einkehrmöglichkeit: Ötscherschutzhaus, Talstation Lift
  • Aufstiegszeit 1:56 (inkl. Pausen), Gesamt 2:30 (davon in Bewegung 1:53)

Skitour vom Pfarrerboden auf den Tirolerkogel

Einer der Skitourenklassiker in unserem NÖ Alpenvorland – von Annaberg auf den Tirolerkogel – wird heute erstmals von mir begangen.

Grundsätzlich gibt es viele Wege auf den Tirolerkogel – der am meisten begangene ist der von Annaberg aus. Auch hier gibt es 2 Varianten – einmal die Standardroute vom Parkplatz bei der B20 kurz vor Annaberg oder – wenn es die Schneelage zulässt – die etwas längere aber meiner Meinung nach viel schönere Variante vom alten Parkplatz bei den Pfarrbodenliften – dies ist auch die Variante, die wir heute gehen.

Die Wetterprognose ist stark windig und schlechter werdend und so starten wir schon halbwegs zeitig um 7:56 unsere Tour. Wir sind heute eine große Gruppe von 8 Personen – Lois und Alex mit Georg – einem ihrer Söhne, Roman und Conny, meine Cousine Birgit sowie meine Frau und ich.

Gleich am Start weg geht es mittelsteil weg und Georg gibt ordentlich Gas. So kommen wir gleich ins Schnaufen, doch nach ein paar Minuten wird es flacher. Nach rund einer halben Stunde müssen wir kurz abschnallen um die B20 zu überqueren. Danach geht es dem Bachlauf im schönen offenen Gelände entlang, bis wir nach fast genau 1 Stunde ein Marterl erreichen, welches auch die Kreuzung mit dem Weg vom Parkplatz Annaberg markiert.

Nun geht es die Forststraße entlang, bis wir um 09:30, also nach gut 1,5h, die große Wiese unter dem Gipfel erreichen. Der Wind hat merklich aufgefrischt und es beginnt schon ordentlich zu wehen – so steigen wir ohne Pause in direkter Linie auf. Oben kommen wir auf einen Weg und über ein paar mächtige Wechten erreichen wir nach einer kleinen Rechtskurve den Gipfel mit dem schützenden Annaberger Haus, an welchem wir genau um 09:45 ankommen. Inzwischen geht der Wind so stark, dass wir uns am Gipfelfoto fast anhalten müssen.

Nach einer halbwegs angenehmen Rast im Windschatten der Hütte beginnen wir um 10:23 mit der Abfahrt. Den Boden sehen wir nicht mehr, so stark weht es bereits. Damit ist die eigentlich recht schöne Abfahrt im ersten Stück nur eine Qual. Von unten kommen uns einige Gruppen junger Leute mit Rodeln entgegen die der Wind in Drachen umfunktioniert (zumindest die aus Plastik).

Am Weg unter der Wiese angekommen haben wir das Schlimmste hinter uns, der Wind hört auf und wir fahren gemütlich am Aufstiegsweg ab. An einer Stelle können wir sogar über eine gerodete Waldfläche abkürzen und ein paar Tiefschneeschwünge ziehen. Nach einer schönen weiteren Abfahrt erreichen wir schlussendlich um 10:49 wieder den Parkplatz.

Fazit: Eine gemütliche und einfache Halbtagestour – sportlicher vom Pfarrboden oder ganz entspannt von Annaberg aus. Bei der Abfahrt zum Pfarrboden muss man ein wenig aufpassen, um nicht zu weit nach rechts unten zu fahren – sonst muss man dann auf der Straße wieder ein Stück aufsteigen. Der Gipfelhang ist bei ausreichend Schnee sicher fein zu fahren – aber heute war zu wenig Schnee und vor allem zu viel Wind um das beurteilen zu können.

STATISTIK:

  • Strecke: alter Liftparkplatz Pfarrerboden – Postalm – Tirolerkogel; Abfahrt wie Aufstieg
  • 9,3 km, 587 hm Aufstieg (4,5 km)
  • Höchster Punkt: Tirolerkogel, 1380m
  • Einkehrmöglichkeit: Annaberger Haus, Gastronomie in Annaberg
  • Aufstiegszeit 1:47 (inkl. Pausen), Gesamt 2:52 (davon in Bewegung 1:48)

Skitour Lilienfeld – Hinteralm

Von allen Tourenzielen in meiner Umgebung die Hinteralm in zweierlei Hinsicht unschlagbar – kein Ziel ist so nah und in 30min für mich erreichbar und kaum ein anderes Ziel hat eine solche Hüttendichte (wenn sie offen hätten).

Gemeinsam mit meinem Nachbarn mache ich mich am Donnerstagmorgen auf den Weg. Der Wochentag hat einen riesen Vorteil – trotz gutem Tourenwetter ist der Andrang auf dieses doch sehr beliebte Ziel überschaubar.

Um 08:38 gehts los – gemütlich steigen wir auf der Straße empor. Die Schneelage ist ausreichend, könnte aber besser sein. Na hoffentlich haben wir bei der Abfahrt keine Probleme. Nach knapp einer Stunde Gehzeit und gut 300hm Aufstieg erreichen wir die offene Wiese und damit auch das steilste Stück unter der Lilienfelderhütte auf der ehemaligen Piste. Man kann aber noch gut direkt aufsteigen, Kehren sind nicht erforderlich.

Vorbei an der leider geschlossenen Hütte biegen wir am Waldrand scharf nach links ab und steigen die ehemalige Piste weiter auf. Nach ein paar Meter auf einem kleinen Rücken passieren wir die „Engstelle“ mit der Bergrettungshütte und von dort weg geht es wieder gemütlicher auf einem breiten Rücken Richtung Bergstation.

Diese passieren wir nach 1:40 Wegzeit – hier könnte man links ein paar Meter zur (sicher auch geschlossenen) Klosteralpe abfahren. Wir biegen nach kurzem Aufstieg aber in den Weg Richtung Muckenkogel ein bzw. gehen einfach geradeaus weiter. Nach wenigen Metern führt die Klöstertreppe rechts hinauf zum Muckenkogel – ist aber nix für die Ski und so gehen wir am Muckenkogel vorbei auf der Forststraße weiter.

Nach 20 min kommt die „Schlüsselstelle“ – eine kurze Abfahrt mit rund 10hm ist mir trotz Auslauf zu schwer und ich sitz am Hintern – Abfahrt mit Tourenski im Gehmodus und ich sind wohl nicht die besten Freunde. Schnell aufgestanden und weiter am Weg bis wir nach 20min die Hinteralm und damit auch die Traisnerhütte – unser Tagesziel – erreichen. Apropos: Je nach Schneelage präpariert der Wirt der Traisnerhütte mit einer alten Pistenraupe den Weg – somit hat man immer recht angenehme Bedingungen.

Nach einer gemütlichen Rast (im Winterraum kann man sich umziehen und auch Getränke erwerben) schnallen wie die Ski wieder an und machen uns auf den Rückweg. Abgesehen von den ersten paar Metern, wo wir die Wiese abfahren und dem kurzen Stück bei der Lilienfelder Hütte fahren wir immer am Aufstiegsweg ab – was heute kein Thema ist, bei viel Gegenverkehr kann das aber unangenehm werden. Die Schneeauflage im unteren Teil passt auch und bei nicht zu ruppigen Bremsmanöver schaffen wir es ohne Steinkontakt bis ins Tal.

Bei unserer Rückkehr ist der Parkplatz schon ordentlich befüllt.

Fazit: Die Hinteralm ist mit 850 hm nicht ganz kurz aber auch nicht anstrengend – ich finde eine super schöne, absolut sichere und technisch einfache Tour, die bei guten Bedingungen einen wunderschönen Tourentag mit super Einkehrmöglichkeiten verspricht. Man darf auch die im Hochwinter einfache Erreichbarkeit uns super Parkmöglichkeit nicht außer Acht lassen.

STATISTIK:

  • Strecke: Liftparkplatz Muckenkogel Lilienfeld – Lilienfelder Gschwendt – Bergstation – Muckenkogel (östlich umgehend) – Hinteralm; Abfahrt wie Aufstieg
  • 14,1 km, 848 hm Aufstieg (7,1 km)
  • Höchster Punkt: Hinteralm, 1313m
  • Einkehrmöglichkeit: Lilienfelder Hütte, Traisnerhütte, mit einem kleinen Umweg Klosteralpe bzw. Steinhofberghütte (Montagshütte)
  • Aufstiegszeit 2:18 (inkl. Pausen), Gesamt 3:20 (davon in Bewegung 2:41)

Von Mauterndorf auf den Moserkopf

Beruflich verschlägt es mich diesen Jänner in den Salzburger Lungau und so nutzen mein Kollege Mathias und ich die Gelegenheit für eine Skitour.

Startpunkt ist der Friedhof in Mauterndorf – wenn das hoffentlich kein schlechtes Omen ist. Das Wetter ist gut und es liegt genug Schnee bis in den Ort – laut meinem Kollegen Mathias, dessen Familie hier lebt ist das auch nicht allzu oft der Fall.

Um 08:20 starten wir also auf 1160m Seehöhe. Zuerst steigen wir über freie Wiesenflächen am südlichen Rücken des Fanningbergs empor, bis wir nach nach gut einer halten Stunde in den Wald hineingehen. Nach ein paar Metern auf einer Forststraße verlassen wir diese gleich wieder und steigen links direkt durch den Wald in einer leichte ausgeprägten Rinne empor. Nach 20 Minuten lichtet sich der Wald wieder und wir steigen weiter auf mit Bäumen durchsetzten Wiesen auf und erreichen nach gut einer Stunde Gehzeit eine Hütte – den Gasthof Sonnblick direkt an einer Skipiste.

Mathias erzählt mir, dass dies der obere von 2 Schleppliften ist, die früher von Mauterndorf hier raufgeführt haben, der untere Langwiesenlift ist inzwischen aber stillgelegt. Wahrscheinlich CORONA bedingt ist aber auch dieser Lift ganz am Rande des Skigebietes nicht in Betrieb und auch die Piste ist nicht präpariert, für uns ist das ein Vorteil. Wir steigen weiter durch den Wald auf und erreichen kurz darauf einen Ziehweg, den wir nach rechts bergauf folgen. Doch nach ein paar Hundert Meter biegen wir wieder links in den Wald ein und steigen den Gipfel des Moserkopfs links liegen lassend weiter empor bis wir oben am Rücken wieder auf den Ziehweg treffen.

Der Wind hat aufgefrischt uns so beschließen wir hier auf der Kuppel auf knapp 2000m die Tour zu beenden und nach einer Pause wieder abzufahren. Kurz noch ein Wort zur Steilheit: Die Tour ist zwar nie wirklich steil und gut zu gehen, aber steigt doch die ganze Zeit ordentlich an. Ein paar kurze Aufschwünge fordern mich mit meinen noch nicht wirklich vorhandenen Tourengeherkenntnissen dann doch ein wenig heraus.

Die Abfahrt führt uns entlang bzw. neben der Piste (hier ist es nicht so zerfahren und schöner) und durch den Wald rechts vom Aufstiegsweg bis zur Bergstation des unteren Lifts. Mathias möchte die Lifttrasse abfahren, ich beschließe aber 2 Einheimischen nachzufahren, die gerade vorbeikommen und deren Auto neben uns am Parkplatz steht. Einen schmalen Weg durch den Wald – dann sehe ich vor mir einen Graben und die Damen vor mir schieben grad den Gegenhang empor.

So nehme ich Schwung, damit ich gut durch den Graben komme (den ich natürlich nicht einsehe). Rein in den Graben dann der Schreck – völlig überraschend(!) durchzieht den Graben ein Bach und darüber führt eine schmale Brücke, die nur halb mit Schnee bedeckt ist und auch nur ein einseitiges Geländer hat. Ich seh mich schon im Bach liegen und Mathias, der inzwischen nachkommt laut lachen, durch irgendwie schaff ich es auf einem Ski doch heil über die Brücke. Na ja, Glück gehabt und wieder was gelernt.

Danach führt der Weg wieder aus dem Wald raus und wir können auf der breiten Wiese noch einige schöne Schwünge in den unverspurten Schnee bis hinunter zum Parkplatz ziehen.

Fazit: Eine wahrscheinlich überregional nicht besonders bekannte schöne und sportliche Waldtour, die durch ihre südseitige Exposition wahrscheinlich nicht allzu oft gute Bedingungen liefert und durch das Ziel im Skigebiet auch die Möglichkeit eines kühlen Gipfelbiers bietet.

STATISTIK:

  • Strecke: Parkplatz Friedhof Mauterndorf – Veitl – GH Sonnblick – Moserkopf, retour über Piste (nicht in Betrieb) bzw. Wald – ab der Talstation durch Waldwege und die Aufstiegswiese
  • 8,0 km, 828 hm Aufstieg (3,8 km)
  • Einkehrmöglichkeit: GH Sonnblick, Gamsstadl (wenn man ein Stück weiter geht)
  • Aufstiegszeit 1:40 (inkl. Pausen), Gesamt 2:15 (davon in Bewegung 1:56)

Skitour aufs Hennesteck (Annaberg)

Unsere erste Skitour 2021 führt uns auf die Annaalm am Annaberg mit Abfahrt über die Piste.

Nachdem der Corona-Winter 2020/21 Skifahren fast und einen Skiurlaub ganz unmöglich macht, haben meine Frau und ich uns (wie sehr viele andere auch) heuer endlich eine eigene Skitourenausrüstung gekauft. Unsere erste Tour ist eine ganz einfache und führt uns über den Herzerlweg am Hennesteck vorbei auf die Annalm.

Los gehts um 08:55 am Liftparkplatz der Raidllifte (man muss sich vorher online ein Parkticket kaufen). Kurz die Piste rauf und dann unter der Bergstation quer über die Trasse links in einen Feldweg einbiegen. Dieser Weg führt flach vorbei am Waldbauer und am Weißen Kreuz bis zu einer Abzweigung, wo man scharf links in den Wald hinein abbiegt.

Nun wird es steiler – das erste kurze Stück kann man noch gut am Feldweg umgehen, was vorallem bei wenig Schnee (also heute) von Vorteil ist. Dann geht es am Anfang ganz gut weiter, doch am oberen Ende des Anstiegs ist es vorbei. Vielleicht ist es die fehlende Erfahrung, vielleicht aber auch der wenige Schnee verbunden mit Eis und mit den immer wieder herausschauenden Wurzeln der uns immer wieder wegrutschen lässt – am Ende schnallen wir die Ski ab und gehen die rund 20m bis zum Rücken zu Fuß. Es sind eh nur 100 Höhenmeter von unten weg – aber uns reichts.

Am Rücken angekommen ist es wunderschön. Hier liegt dann doch mehr Schnee und manchmal ein wenig steiler, aber meist gemütlich geht es durch den Wald dahin und wir erreichen bald nach einer kurzen Rast schon den Speicherteich und damit auch schon fast unser Tagesziel – das Annahaus.

Nach einer ausgiebigen Rast fahren wir dann die Piste runter ins Tal und mit dem Schlepplift (eine Fahrt ist im Ticket dabei) wieder hinauf, wo wir dann die 10hm zum Parkplatz ohne Anstrengung abfahren können. Anmerkung am Rande: Das Ticket haben wir (ich) natürlich im Auto vergessen – der Liftwart lässt uns trotzdem fahren – DANKE.

STATISTIK:

  • Strecke: Parkplatz Annaberg Raidllifte – Herzerlweg – Hennesteck – Anna Alm; Abfahrt über die Piste.
  • 10,2 km, 501 hm Aufstieg (6,7 km)
  • Einkehrmöglichkeit: Waldbauer, Anna-Alm
  • Aufstiegszeit 2:55 (inkl. Pausen), Gesamt 3:39 (davon in Bewegung 2:30)

Welterbesteig Tag 4: Unterbergern – Rothenhof

An diesem schönen Herbsttag wollen wir am 4. Tag unserer Wanderung die Donau überschreiten und am linken Donauufer den „Rückweg“ nach Melk antreten.

Kurz vor halb 9 starten wir wieder in Unterbergern, wo wir uns noch im lokalen Nah & Frisch mit frischen Kaffee und einer Wegzehrung versorgen. Nach Süden geht es gleich bergauf und wir erreichen schnell offene Felder und können durch den Dunst schon die Stadt Krems erspähen.

Durch herbstlich bunte Weingärten und Äcker wandern wir nun gemütlich ostwärts immer bergab Richtung Furth. Nach gut 5 km Wegzeit und rund einer Stunde Gehzeit steigen wir nun kurz und steil westseitig auf einem schönen Pfad den rund 200m hohen Stiftsberg hinauf und erreichen um 10 Uhr das verschlafene und menschenleere Stift Göttweig (alles geschlossen – Lockdown halt). Ein kurzes Gebet in der Stiftskirche und wir steigen wieder ab und erreichen nach 15min Furth.

Furth ist ein recht netter Ort und schnell durchwandert, am westlichen Ortsrand liegt der Zellergraben – ein wunderschöner Hohlweg als informativer Weinthemenweg angelegt.

Sandsteinkunst

Beim Zellerkreuz (eigentlich eine Kreuzung) machen wir eine erste Rast und wandern anschließend idyllisch durch die Weingären Richtung Norden bis wir um 11:20 bei der Kaserne in Mautern eintreffen. 12,5 km waren es bis hierher und ein paar Hundert Meter weiter endet auch die Etappe 13 im Zentrum von Mautern. Wir wandern aber gleich weiter und überqueren um 11:45 die Donau und wechseln damit auch auf das linke Donauufer.

Doch noch geht es nicht retour – sondern 3km durch Stein und die Altstadt nach Krems, wo wir gegen 12:§0 nach 17,5km den Hohen Markt und damit den offiziellen Start/Ziel des Welterbesteigs erreichen. Nach einer weiteren Pause starten wir auch gleich Etappe 1 und wandern hinaus zum Kremser Kreuzberg – und wir sind mehr als überrascht wie schön dieser Weg ist.

Vom Kreuzberg geht es wieder runter nach Stein und eine Straße „ober“ dem Hinweg geht es durch Stein und hinaus in die Ried Pfaffleiten Richtung Dürnstein. Nach 24km Weg kommen wir an einem kleinen Ort „Rothenhof“ vorbei – wo wir unsere Etappe für heute nach fast 6,5h beenden.

Wir wissen natürlich nicht, was noch kommt – aber eines ist fix: die heutige Etappe wird schwer zu toppen sein. Die Eindrücke der Dörfer, die wunderschöne (Alt-)Stadt Krems und Stein, sowie die herbstlichen Weinberge waren auch in der Abwechslung der Tour einfach *****+ und haben in uns einen mehr als bleibenden Eindruck hinterlassen – die Wachau as it’s best!

STATISTIK:

  • Strecke: Unterbergern – Stift Göttweig – Furth – Mautern (Ende Etappe 13) – Krems (Ende Etappe 14 – Start Etappe 1) – Kreuzberg – Ried Pfaffenberg – Rothenhof (ca. Mitte zwischen Krems und Dürnstein)
  • 24,2 km, 608 hm Aufstieg, 679 hm Abstieg, höchster Punkt Stift Göttweig (425m)
  • Einkehrmöglichkeit: sehr, sehr viele, wenn der Lockdown nicht wär ;(
  • Gehzeit netto 4:53, inkl. Pausen 6:24

Wanderung auf den Hohenstein (NÖ)

Ein Klassiker in den NÖ Voralpen, welcher am Nationalfeiertag sogar eine Bergmesse im Programm hat.

Normalerweise findet am 26. Oktober am Hohenstein eine Bergmesse mit Pater Maximilian statt und kulinarisch verwöhnt uns das Team um Franz „Pfandi“ Hörhan. Nachdem wir da aber unseren Familienwandertag haben, können wir leider nie dabei sein. Familienwandertag ist heuer keiner, Bergmesse aber auch nicht – dann besuchen wir halt einfach unseren Pfandi.

Um 9:10 starten wir am Ende der Soisstraße los Richtung SO „durch“ das Sägewerk. Dann gleich links hinaus marschieren wir stetig ansteigend durch den Wald. Nach 50 Minuten erreichen wir eine große Lichtung, wir bleiben aber am Waldrand. Am Ende der Lichtung wird der Weg nun deutlich steiler – zuerst nochmal durch den Wald – dann steil durch Buschwerk – bis wir nach einem letzten kurzen flachen Stück um 11 Uhr nach knapp 2h Gehzeit auf dem Otto-Kandler-Haus eintreffen. Kurz vor dem Gipfel treffen wir auch auf den Mariazellerweg (NÖ 06er).

Nach einer ausgiebigen Rast starten wir um 5 nach 12 den Abstieg weiter am 06er (in der falschen Richtung halt) Richtung Norden. Hier geht es gleich ordentlich steil bergab und wir stellen fest – es wird sogar am Feiertag im Wald gearbeitet! Nach rund 40min Abstieg kommen wir auf die Lichtung Ebenwiesen, wo man kurz wieder ein kleines Stück bergauf zur Schöngrabenspitze geht (rund 80 hm).

Von hier weg geht es recht gemütlich den Rücken runter. Bald biegt der 06er nach Norden ab und wir wenden uns nach Süden wo wir an einigen Gehöften vorbei um 14:21 das Auto erreichen.

STATISTIK:

  • Strecke: Sois (Hinterbrühl) – Soisgraben – Hohenstein – Schöngrabenspitze – Sumertsberg – ret.
  • 13,0 km; 825 hm; höchster Punkt: Hohenstein (1195)
  • Einkehrmöglichkeit: Otto-Kandler-Haus (1195 – am Gipfel)
  • Gehzeit netto 3:43 (davon Aufstieg 1:49), inkl. Pausen 5:11

Ötscher über Raneck

Der Klassiker auf den Ötscher steht heute an diesem wunderschönen Tag nach langer Zeit wieder mal am Programm.

Der Coronasommer 2020 hat mir zwar meinen Weiterweg am Zentralalpenweg vermasselt, aber grundsätzlich ist viel los in Österreichs Bergen – so auch heute am Ötscher. Um 8 Uhr in der Früh ist der Parkplatz Raneck mehr als gefüllt (was am Abend einigen PKW Fahrern einen Spendenaufruf der Polizei bescheren wird) und auch am Parkplatz beim Großen Ötscherlift ist schon sehr viel los. So kommt es uns mehr als gelegen, dass wir zufällig ein Taxi finden, welches uns den Hatscher nach hinten erspart. Heute begleiten mich neben meiner Frau noch meine Cousine und ihr Mann, welche beide zum ersten Mal den Rauhen Kamm bezwingen werden.

Um 8:23 geht es los und wir marschieren einmal 40min auf der Forststraße zur Bärenlacke. Hier treffen wir auch auf den Weg von der Nestelbergsäge, welchen ich schon früher hier im Blog beschrieben habe. Wie immer steil durch den Wald und auch wie immer auf der Suche nach dem richtigen Weg erreichen wir nach fast genau einer Stunde den Grat, wo wir eine kleine Jausenpause in der Sonne einlegen. Es ist ordentlich was los heute, wir haben einige Gruppen überholt – und natürlich auch einige andere Gruppen uns.

Gestärkt geht es weiter und nach weiteren gut 20min Gehzeit steigen wir in den Kamm ein. Wir kommen auch gut voran und die beiden „Neuen“ bewältigen ihre Aufgabe auch hervorragend. Es sind die Bedingungen auch wirklich super – der Fels ist staubtrocken, kein Wind und angenehme Temperaturen.

Im Kamm holen wir dann überraschend die Familie der Cousine meiner Frau ein, wo auch einige jüngere Burschen mit von der Partie sind. So bleiben wir bei der Gruppe und sind natürlich etwas langsamer (aber noch immer recht brav unterwegs – die Burschen sind echt top drauf). So werden wir auch von einigen anderen Wanderern teilweise etwas unwirsch überholt – direkt unangenehm ist das manchmal … .

Nach insgesamt knapp 4 Stunden Wegzeit erreichen wir um 12:15 den Gipfel – ich habe noch nie so viele Menschen am Ötscher gesehen (und ich war da wirklich schon oft heroben)!

So halten wir uns auch nicht lange auf und starten den Abstieg Richtung Hütte. Wir probieren es mal im Eilmarsch und erreichen diese auch schon nach 40 Minuten Gehzeit. Nach einer weiteren Stärkung am Schutzhaus fahren einige unserer Gruppe mit dem Lift ins Tal, der Rest marschiert die schwarze Piste runter – gut 50 Minuten später sind wir dann am Parkplatz angelangt und die Tour zu Ende.

Fazit: Der Aufstieg über Raneck (wenn man dort starten kann) ist knapp 20min länger als über die Nestelbergsäge, beim Abstieg ist man vielleicht eine Spur schneller als über die Himmelsleiter – muss man aber zurück nach Raneck zum Auto gehen, ist esweiter und auch länger. Die Himmelsleiter kann gerade im oberen Bereich recht unangenehm steil und oft auch feucht sein, dafür ist die schwarze Piste sicher kein Highlight und ich empfehle definitiv den etwas längeren aber wesentlich knieschonenderen Weg über den Riffelsattel.

Statistik:

  • Strecke: Raneck – Bärenlacke – Rauher Kamm – Ötscher – Ötscherschutzhaus – Piste 1 – Parkplatz beim Sessellift Gr. Ötscher
  • 13,1 km, 1.008 hm, höchster Punkt Großer Ötscher (1893)
  • Gehzeit 07:05 (netto 04:10)
  • Einkehr: Ötscherschutzhaus (1418)