Skitour auf den Hochschwab (zumindest fast)

Vergangenes Wochenende probierten Lois und Alex den Hochschwab – brachen aber ab. Nun wollen wir gemeinsam diese lange Tour durchführen.

Die Wetterprognose ist grundsätzlich ganz gut, aber windig. Persönlich bin ich aber etwas skeptisch, denn der Hochschwab und ich sind keine so guten Freunde aus einer früheren Sommerbegehung, wo es in ganz Österreich bestes Wanderwetter gab – am Hochschwab bedeutet das Nebel, Regen und Neuschnee im August.

Der Schnee ist schon halbwegs weggeschmolzen und so können wir fast bis zum Schranken fahren. Um 7:56 starten wir bei wunderschönen Wetter die Tour. Der Schnee ist hart und wir können trotz einiger aperen Flächen ohne Abschnallen am Waldrand marschieren. Es sind doch einige andere Tourengeher unterwegs, aber es ist Platz genug für alle da.

Beim Punkt 1042 – also nach rund 2,5km relativ flachen Gehens teilt sich der Weg – wir entscheiden und links entlang des Sommerwegs (ist auch der WWW 01 und 05) anzusteigen. Erstmals wird es etwas steiler, aber das ist kein Problem – irgendwann müssen wir ja Höhe machen. 20min später treffen wir auch auf den Alternativweg – einzige Herausforderung hier ist die richtige Stelle zu finden, in der wir in den Graben reinfahren können.

Danach ein kurzer freier Hang bergauf (bislang waren wir bis auf das erste Stück immer im Wald unterwegs) und rechts geht der Weg weiter. Einige kürzen hier etwas ab und gehen gleich in den Wald – es ist meiner Ansicht nach aber angenehmer dem Sommerweg zu folgen. Ein paar Meter weiter der erste wirkliche Orientierungspunkt – die private und wirklich schöne Florlhütte. 1h 15min und 4km sind es bis hierher, rund 300hm im Aufstieg.

Nun geht es weiter durch die untere Dullwitz und kurz steiler hinaus zu einem Sattel – dem sogenannten Franzosenkreuz. Auf der anderen Seite erwartet uns eine kurze Abfahrt in ein breites Tal. Rasch geht es wieder in den immer lichter werdenden Wald und nun erreichen wir den Aufstieg zur Voisthalerhütte – hier geht es erstmals wirklich zur Sache. Der Schnee ist nach wie vor hart gefroren und eisig, das macht die Tour nicht leichter – noch aber kommen wir gut voran, auch das Wetter hält.

2:20h sind wir bis jetzt unterwegs und 6,7km, Zeit für eine Pause. Der Wind frischt merklich auf, ist aber kein Problem. So steigen wir nach einer Stärkung weiter in die Obere Dullwitz auf und stellen überrascht fest, dass nach rund 10min die Tourengeher allesamt nicht weiter auf der Route durch den Talboden gehen, sondern rechts hinauf abbiegen. Wir fragen und ein Tourengeher erklärt uns, dass dieser Weg kürzer ist und wir ihm ruhig folgen können.

Gesagt, getan. Es geht in der Wand recht knackig nach oben – kombiniert mit wenig Schnee und sehr eisigen Bedingungen ist das dann doch ganz schön fordernd. Doch wir haben gelernt – Harscheisen sind schon unten angelegt worden – ohne würde ich hier jetzt nicht gehen wollen, der Weg ist stellenweise auch recht ausgesetzt. Weiter oben treffen wir dann einen Tourengeher, der die Tour abbricht – keine Harscheisen und inzwischen deutlich schlechter werdendes Wetter haben ihn dazu bewogen.

Wir haben die Schwierigkeiten aber gut überwunden und steigen weiter auf. Inzwischen wechsle ich von den Sonnen- auf die Skibrille, so stark weht der Wind inzwischen. Die Sonne weicht auch immer mehr den Wolken und erste Fernblicke Richtung Gipfel verheißen auch nix Gutes.

Wir kämpfen aber weiter und erreichen nach 4:10h den Durchgang zur Flanke des Rotgangkogels, der auch die 2000er Grenze markiert. Obwohl nicht steil, ist es an dieser Flanke unangenehm zu gehen – einfach nur eisig hier. Das Wetter wird auch immer schlechter, der Gipfel ist inzwischen im Nebel verschwunden und nachdem wir nach einem weiteren Stück sehen, dass vor uns einige Tourengeher mit den Skiern am Rücken gerade einen Aufschwung durchqueren beschließen wir auf knapp 2100m und wahrscheinlich 30min vor dem Gipfel die Tour abzubrechen – Hochschwabwetter halt.

Das erste Stück fahren wir auf der Aufstiegsroute ab, nach dem Durchgang biegen wir aber in den Graf Meran Steig ab. Hier ist es nach den Schneefällen der letzten Tage noch nahezu unverspurt und vorsichtig fahren wir hier einige schöne Firnschwünge in den Schnee. Im unteren Teil ist es eh schon wieder vorbei – der Firn weicht dem „Haxenbrecherschnee“. Im Talboden ist es aber wieder halbwegs eisig und so kommen wir ohne viel anzuschieben recht gemütlich zurück bis zum Auto – der Gegenhang beim Franzosenkreuz natürlich ausgenommen, den müssen wir aufsteigen.

Fazit: Wunderschön hier, doch der Hochschwab ist halt ein Wetteranziehungspunkt und mit seinen 2277 auch kein Wanderberg mehr. Der Wind war vorhergesagt -die Wolken eher nicht. Wie dem auch sei – ein Studienkollege, den ich beim Aufstieg zufällig getroffen habe, hat später gemeint – wir haben nix versäumt am Gipfel, es war grauslich und kalt.

STATISTIK:

  • Strecke: Parkplatz Seewiesen – Untere Dullwitz – Obere Dullwitz – Variante unter dem Wetterkogel – Ende kurz vor der letzten Flanke vor dem Schiestelhaus – Abfahrt über den Graf Meran Steig in die Obere Dullwitz – ab hier wie Aufstieg
  • 19,7 km, 1228 hm Aufstieg (9,5 km)
  • Höchster Punkt: Flanke nach dem Rotgangkogel (2072m)
  • Einkehrmöglichkeit: Voisthalerhütte, Schiestelhaus
  • Aufstiegszeit 4:20 (inkl. Pausen), Gesamt 5:53 (davon in Bewegung 4:02)

Skitour auf die Gemeindealpe

Viele Touren bieten in diesem schneearmen Winter keine guten Bedingungen mehr und so bietet sich die Gemeindalpe mit sicherer Abfahrt über die Piste für diese Spätwintertour an.

Es kündigt sich nicht nur ein sonniger Tag an, sondern auch eine kleine Neuschneeauflage lässt unsere Erwartungen steigen. So starten Conny und Roman, Birgit, Karin und ich kurz vor 9 die Tour.

Auf der Piste bzw. Ziehwegen geht recht gemütlich nach oben bis zur Mittelstation, die wir nach knapp 1h Stunde erreichen. Danach kann man entweder die Piste (steil) oder so wie wir weiterhin ganz gemütlich auf Ziehwegen bis nach oben gehen. So ist ehrlich gesagt zum Weg nicht viel zu sagen – aber schön ist es trotzdem wenn wir um 11:15 nach rund 2,5h den Gipfel und das Terzerhaus erreichen.

Für die Abfahrt wählen wir im oberen Teil die Piste – hier können wir neben dieser sogar ein wenig Tiefschneefahren. Nach der Mittelstation teilen wir uns – die eine Gruppe nimmt den Ziehweg und die andere versucht noch eine vernünftige Linie auf der schon geschlossen Piste zu finden – der Ziehweg war die bessere Idee.

Fazit: Eine schöne und je nach Variante gemütliche oder sportliche Tour auf einen schönen Aussichtsberg mit Infrastruktur und Pistenabfahrt. Gerade in schneearmen Zeiten ein Vorteil. Anmerkung: Wie am Annaberg ist auch auf der Gemeindealpe ein Tourengeherticket zu bezahlen.

STATISTIK:

  • Strecke: Parkplatz Mitterbach – Aufstieg über die beschilderte Tour (leichte Variante) – Gemeindealpe – Abfahrt über die Piste.
  • 10,4 km, 801 hm Aufstieg (6,0 km)
  • Höchster Punkt: Gemeindeaple, 1626m
  • Einkehrmöglichkeit: Terzer Haus am Gipfel, Gasthof Bäreneck, Gastronomie bei der Talstation
  • Aufstiegszeit 2:30 (inkl. Pausen), Gesamt 3:39 (davon in Bewegung 2:18)

Skitour auf die Hohe Veitsch von Westen

Nachdem wir nun doch schon ein wenig Erfahrung gesammelt haben, wagen wir uns erstmalig mal auf einen etwas höheren Berg – die Wahl fällt auf die Hohe Veitsch von Westen aus.

Bei wunderschönen Wetter starten wir heute unsere allererste Skitour in die höheren Gefilde und wollen von Westen auf die Hohe Veitsch gehen. Mit dabei sind wieder einmal Alex und Lois, Hannes, Karin und ich. Erstmals begleitet uns Christian – ein Freund und erfahrener Tourengeher.

Am Parkplatz Sommerauer starten wir auf 916m um 7:51 los, außer uns kein Auto da. Anfangs ist es fad – auf einem geräumten Forstweg können wir anfangs neben dem Weg, später gerade noch am Wegrand gehen. Was solls – ein Forstweg ist halt in erster Linie ein Forstweg und keine Tourengeherstraße. 3,3 km und 250 hm später biegt der geräumte Weg links ab, während wir geradeaus weitergehen. In meinem Tourenführer habe ich auch noch einen anderen Weg gefunden, der etwas oberhalb durch den Wald führt – aber ich glaube nicht, dass dafür genug Schnee liegt.

Nun folgen wir 1,5km einen nicht geräumten Feldweg – bis hierher ging es immer gemütlich bergauf. Jetzt aber verlassen wir den Weg und biegen rechts ab, nach oben sieht man auch schon deutlich eine Rinne, über die unsere Aufstiegsspur führen wird. Und es wird steiler – bald schon müssen wir Kehren gehen – auch die eine oder andere Spitzkehre ist dabei.

Der Schnee ist hier relativ hart und sehr eisig und so ist das Vorankommen manchmal schwer und ich rutsche recht oft nach hinten weg. Es fehlt halt doch noch an der Technik. Langsam aber sicher schrauben wir uns hoch. Christian hat Pech – seine Bindung ist kaputt und lässt sich auch nicht reparieren. Kurzerhand beschließt er daher die Steigeisen anzulegen und einfach so mit uns mitzugehen, was bei der nicht wirklich tragenden Schneedecke ein wahrhaft sportliches Unterfangen ist.

So gegen 10:30 haben wir es aber geschafft, die Rinne ist bezwungen (am Schluss war es ordentlich schwer) und wir kommen in den vermeintlich leichten Teil der Hochebene rauf zum Gipfel. Nach kurzer Pause starten wir los und überschreiten ein Latschenfeld. Geht auch recht gut bis die Ebene dann doch wieder steiler wird und wir den Hang schräg nach oben durchschreiten. Der Schnee ist hier windgepresst und pickelhart und Lois kommt auf einmal nicht mehr weiter. Er befreit sich irgendwie aus seiner Lage und geht weiter, doch meine Frau ist sich auf einmal sehr unsicher. Jetzt erst beschließe ich, die Harscheisen anzulegen (geht wirklich super mitten im Hang – aber es geht zumindest) – viel zu spät, das hätten wir schon unten in der Rinne machen sollen. Und wieder was gelernt … .

Mit den Harscheisen geht es langsam weiter und bald kommt einerseits die Sicherheit retour – die Eisen halten gut – andererseits wird das Gelände oben immer flacher und so erreichen wir voller Freude gegen 11:47 endlich den Gipfel. Dort treffen wir nicht nur auf unsere Gruppe, die bereits vorangegangen ist, sondern auch auf die Karawane, welche von Süden aufgestiegen ist – na zumindest das ist vom Westen her deutlich besser.

Nach ausgedehnter Pause geht es nun an die Abfahrt. Anfangs gehts recht gut, doch der obere Teil der Rinne fordert uns ordentlich. Enge Rinne, Schnee schwer und zu wenig – das macht nicht wirklich Spaß. Unterwegs plaudere ich kurz mit einem uns überholenden Bergführer – auch er hat keinen Spaß bei der Abfahrt. Schlussendlich sind wir aber heil unten angekommen und marschieren zum Abschluss mit den Skiern am Rücken den geräumten Forstweg wieder raus zum Auto.

Fazit: Im Tourenführer steht die Tour mit II (Leicht) drinnen. Wird auch stimmen – aber nicht heute. Die Bedingungen waren wirklich schwer – nur das Wetter war top. Doch ich sehe es positiv – ich habe wieder einiges gelernt auf meiner noch recht jungen Tourengeherkarriere und verstehe die Beiträge und Hinweise in den einschlägigen Foren immer besser.

Es gibt auch wieder ein Relive-Video, Danke Lois!

STATISTIK:

  • Strecke: Sommerauer – Bärental – Gingatzwiese – Hohe Veitsch; Abfahrt wie Aufstieg
  • 15,9 km, 1067 hm Aufstieg (8,0 km)
  • Höchster Punkt: Hohe Veitsch, 1981m
  • Einkehrmöglichkeit: keine, Möglichkeit zum Abstieg auf die Graf Meran Hütte
  • Aufstiegszeit 3:56 (inkl. Pausen), Gesamt 5:59 (davon in Bewegung 3:55)

Skitour Grünes Tor – Hinteralm

Die Skitour auf die Hinteralm ist wirklich schön. Darum will ich die Gelegenheit nutzen, um diese auch einmal mit meiner Frau zu begehen.

Großvati – es hat geschneit. Nicht viel aber doch und so wagen meine Frau und ich den Aufstieg auf den Mucki bzw. die Hinteralm. Vom Parkplatz unten geht es nicht – so fahren wir rauf zum Grünen Tor. Leute sind viele da – Tourengeher aber kaum – ist halt doch wirklich wenig Schnee.

Los starten wir – diesmal zum allerersten Mal ganz alleine zu Zweit – um 10:32. Ganz gemütlich am Forstweg entlang (die Schneeauflage ist für den Aufstieg absolut ausreichend) erreichen wir nach 30min die Lilienfelder Hütte. DIese links liegen lassend weiter RIchtung Muckenkogel – langsam wird der Schnee auch mehr, doch ich versuche mir jetzt schon die heiklen Stellen für die Abfahrt zu merken.

Nach 1 Stunde passieren wir die Bergstation und nun steigen wir weiter auf zur Hinteralm, bei der wir nach 1:35 um 12:08 ankommen. Traumhaftes Wetter und wunderschöner Neuschnee macht die heutige Tour zu einem wahren Genuss.

Traumhafte Fernsicht Richtung Süden

Nach einer Pause mit Weitblick starten wir um 12:45 die Abfahrt – es geht eigentlich recht gut, nur im untersten Stück ist Vorsicht geboten und spontane Bremsmanöver eher zu meiden. Um 13:14 erreichen wir somit steinfrei und von einer Wettertechnischen Traumtour geflasht das Auto.

Gipfelbussi

Fazit: Die Variante über das Grüne Tor ist deutlich kürzer und leichter als der Start vom Liftparkplatz weg und durch den höheren Startpunkt auch um einiges schneesicherer. Einzig die Auffahrt mit dem Auto kann bei schlechten Straßenverhältnissen ein wenig heikel werden.

STATISTIK:

  • Strecke: Grünes Tor Lilienfeld – Lilienfelder Gschwendt – Bergstation – Muckenkogel (östlich umgehend) – Hinteralm; Abfahrt wie Aufstieg
  • 10,6 km, 583 hm Aufstieg (5,1 km)
  • Höchster Punkt: Hinteralm, 1313m
  • Einkehrmöglichkeit: Lilienfelder Hütte, Traisnerhütte, mit einem kleinen Umweg Klosteralpe bzw. Steinhofberghütte (Montagshütte)
  • Aufstiegszeit 1:35 (inkl. Pausen), Gesamt 2:42 (davon in Bewegung 1:55)

Abendliche Skitour auf das Ötscherschutzhaus

Am Dienstag bieten die Ötscherlifte einen Tourengeherabend an – das wollen wir doch gerne mal ausprobieren.

Nachdem wir am Sonntag die Tour am Nachmittag begangen sind, hat es uns so gut gefallen, dass wir heute mal das Angebot des Tourengeherabends nutzen wollen. Die Piste wird erst um 20 Uhr präpariert – bis dahin kann man also den Abend nach der Arbeit nutzen, um sich sportlich zu betätigen.

Gemeinsam mit Lois und Alex, starten meine Frau und ich um 16:23 den Aufstieg. Über die Route habe ich schon im letzten Beitrag berichtet – sie hat sich überraschenderweise nicht geändert.

So erreichen wir nach 1:20 Gehzeit die Hütte – und hätte sie offen, würden wir jetzt einen super gemütlichen Hüttenabend starten. So bleibt uns nur der mitgebrachte Sekt für die Damen und das Bier für die Herren und wir starten um 18:15 die Abfahrt. Leider hält die Stirnlampe meiner Frau nicht und sie muss in meinem Lichtkegel abfahren – auch recht lustig. Nach knapp 20 Minuten Fahrt auf der Piste haben wir dann um 18:32 das Auto erreicht und eine schöne Tour ist zu Ende.

Ein Nachsatz noch zum Schnee – also wenn das warme Wetter anhält und es nicht ordentlich schneit, dann ist es in ein paar Tagen hier vorbei mit dem Skifahren – und das Anfang Februar ;(.

Fazit: Für eine abendliche „After-Work-Tour“ ist das super. Nicht mal 1,5h Aufstieg und dann 15min Abfahrt; einfach perfekt – wir machen das sicher wieder.

STATISTIK:

  • Strecke: Liftparkplatz Großer Ötscher – Schutzhaus; Abfahrt über die Riffelpiste
  • 7,2 km, 540 hm Aufstieg (3,4 km)
  • Höchster Punkt: Ötscherschutzhaus, 1418m
  • Einkehrmöglichkeit: Ötscherschutzhaus, Talstation Lift
  • Aufstiegszeit 1:24 (inkl. Pausen), Gesamt 2:09 (davon in Bewegung 1:28)

Skitour auf das Ötscherschutzhaus

Eine kurze Skitour Nachmittagstour am ausgeschilderten Weg aufs Ötscherschutzhaus und ein wenig weiter.

Nach langem Hin und Her ob des mäßig schönen Wetters beschließen wir spontan eine kurze Tour auf das Ötscherschutzhaus. Die Schneeauflage ist mässig, lt. Info ist die Spur aber gut begehbar.

Start ist somit erst um 13:18 – mit dabei sind heute Lois und Alex, sowie Nachbar Hannes und ich. Vom Parkplatz weg geht es auf der beschilderten Spur kurz über Wiesen und Wege bis wir nach 15min auf die Piste kommen. Durchaus steil am Pistenrand empor haben wir an einer Kreuzung mit einem Ziehweg auch gleich eine lautstarke Begegnung mit einem Skifahrer, der überhaupt nicht einsehen will, warum wir da gehen – dass das die offizielle und ausgeschilderte Spur ist interessiert ihn herzlich wenig.

Den Ziehweg entlang geht es recht gemütlich – es sind eh sehr wenig Skifahrer unterwegs. Bald erreichen wir wieder die Riffelpiste – ein kurzes Stück steil bergauf oder alternativ über die Piste kreuzen (ist auch nicht gerade angenehm) und schon biegen wir wieder links ein. Nun sind wir erstmals nicht mehr auf einer Piste und hier startet auch das schönste Teilstück am Weg durch den Hochwald.

Nach rund 25 Minuten kreuzen wir abermals einen Ziehweg direkt unter dem Schutzhaus und erreichen nach 1:25 um 14:42 das Schutzhaus. Nach kurzer Beratung beschließen wir zumindest noch ein Stück weiter aufzusteigen.

Zuerst folgen wir der Almwiese bergauf Richtung Hüttenkogel – bald treffen wir eine vom Gipfel absteigende Schneeschuhwandererin, die uns den Weg durch die Latschen empfiehlt. So biegen wir auf 1500m Seehöhe kurz dem Sommerweg folgend in die Latschen Richtung Westen ab – lt. meinem Track ist hier auch ein Aufstiegsweg.

Der Schnee wird immer mehr (was nicht stört) – leider aber auch der Nebel (was sehr stört) und so beschließen wir nach kurzer Beratung auf rund 1580m umzukehren – denn ich will keinesfalls in diesem mir unbekannten Gelände bei Dunkelheit und/oder Nebel herumfahren.

So fahren wir zuerst am Aufstiegsweg retour zur Hütte und dann über den Riffelsattel ab und erreichen um 15:48 nach 2,5h das Auto.

Fazit: Nach schönem Start muss man kurz auf die Piste – aber ansonsten ist der Weg auf das Schutzhaus wirklich sehr schön. Die Abfahrt über die Piste ermöglicht auch schwächeren Skifahrern einen Tourengenuss und die Alpinisten können ja weiter auf den Gipfel aufsteigen- ein Unterfangen, das wir sicher auch mal in Angriff nehmen werden.

STATISTIK:

  • Strecke: Liftparkplatz Großer Ötscher – Schutzhaus – 30min weiter Richtung Gipfel; Abfahrt über die Riffelpiste
  • 7,8 km, 720 hm Aufstieg (4,2 km)
  • Höchster Punkt: Latschen ober den Hüttenkogel, 1580m
  • Einkehrmöglichkeit: Ötscherschutzhaus, Talstation Lift
  • Aufstiegszeit 1:56 (inkl. Pausen), Gesamt 2:30 (davon in Bewegung 1:53)

Skitour vom Pfarrerboden auf den Tirolerkogel

Einer der Skitourenklassiker in unserem NÖ Alpenvorland – von Annaberg auf den Tirolerkogel – wird heute erstmals von mir begangen.

Grundsätzlich gibt es viele Wege auf den Tirolerkogel – der am meisten begangene ist der von Annaberg aus. Auch hier gibt es 2 Varianten – einmal die Standardroute vom Parkplatz bei der B20 kurz vor Annaberg oder – wenn es die Schneelage zulässt – die etwas längere aber meiner Meinung nach viel schönere Variante vom alten Parkplatz bei den Pfarrbodenliften – dies ist auch die Variante, die wir heute gehen.

Die Wetterprognose ist stark windig und schlechter werdend und so starten wir schon halbwegs zeitig um 7:56 unsere Tour. Wir sind heute eine große Gruppe von 8 Personen – Lois und Alex mit Georg – einem ihrer Söhne, Roman und Conny, meine Cousine Birgit sowie meine Frau und ich.

Gleich am Start weg geht es mittelsteil weg und Georg gibt ordentlich Gas. So kommen wir gleich ins Schnaufen, doch nach ein paar Minuten wird es flacher. Nach rund einer halben Stunde müssen wir kurz abschnallen um die B20 zu überqueren. Danach geht es dem Bachlauf im schönen offenen Gelände entlang, bis wir nach fast genau 1 Stunde ein Marterl erreichen, welches auch die Kreuzung mit dem Weg vom Parkplatz Annaberg markiert.

Nun geht es die Forststraße entlang, bis wir um 09:30, also nach gut 1,5h, die große Wiese unter dem Gipfel erreichen. Der Wind hat merklich aufgefrischt und es beginnt schon ordentlich zu wehen – so steigen wir ohne Pause in direkter Linie auf. Oben kommen wir auf einen Weg und über ein paar mächtige Wechten erreichen wir nach einer kleinen Rechtskurve den Gipfel mit dem schützenden Annaberger Haus, an welchem wir genau um 09:45 ankommen. Inzwischen geht der Wind so stark, dass wir uns am Gipfelfoto fast anhalten müssen.

Nach einer halbwegs angenehmen Rast im Windschatten der Hütte beginnen wir um 10:23 mit der Abfahrt. Den Boden sehen wir nicht mehr, so stark weht es bereits. Damit ist die eigentlich recht schöne Abfahrt im ersten Stück nur eine Qual. Von unten kommen uns einige Gruppen junger Leute mit Rodeln entgegen die der Wind in Drachen umfunktioniert (zumindest die aus Plastik).

Am Weg unter der Wiese angekommen haben wir das Schlimmste hinter uns, der Wind hört auf und wir fahren gemütlich am Aufstiegsweg ab. An einer Stelle können wir sogar über eine gerodete Waldfläche abkürzen und ein paar Tiefschneeschwünge ziehen. Nach einer schönen weiteren Abfahrt erreichen wir schlussendlich um 10:49 wieder den Parkplatz.

Fazit: Eine gemütliche und einfache Halbtagestour – sportlicher vom Pfarrboden oder ganz entspannt von Annaberg aus. Bei der Abfahrt zum Pfarrboden muss man ein wenig aufpassen, um nicht zu weit nach rechts unten zu fahren – sonst muss man dann auf der Straße wieder ein Stück aufsteigen. Der Gipfelhang ist bei ausreichend Schnee sicher fein zu fahren – aber heute war zu wenig Schnee und vor allem zu viel Wind um das beurteilen zu können.

STATISTIK:

  • Strecke: alter Liftparkplatz Pfarrerboden – Postalm – Tirolerkogel; Abfahrt wie Aufstieg
  • 9,3 km, 587 hm Aufstieg (4,5 km)
  • Höchster Punkt: Tirolerkogel, 1380m
  • Einkehrmöglichkeit: Annaberger Haus, Gastronomie in Annaberg
  • Aufstiegszeit 1:47 (inkl. Pausen), Gesamt 2:52 (davon in Bewegung 1:48)

Skitour Lilienfeld – Hinteralm

Von allen Tourenzielen in meiner Umgebung die Hinteralm in zweierlei Hinsicht unschlagbar – kein Ziel ist so nah und in 30min für mich erreichbar und kaum ein anderes Ziel hat eine solche Hüttendichte (wenn sie offen hätten).

Gemeinsam mit meinem Nachbarn mache ich mich am Donnerstagmorgen auf den Weg. Der Wochentag hat einen riesen Vorteil – trotz gutem Tourenwetter ist der Andrang auf dieses doch sehr beliebte Ziel überschaubar.

Um 08:38 gehts los – gemütlich steigen wir auf der Straße empor. Die Schneelage ist ausreichend, könnte aber besser sein. Na hoffentlich haben wir bei der Abfahrt keine Probleme. Nach knapp einer Stunde Gehzeit und gut 300hm Aufstieg erreichen wir die offene Wiese und damit auch das steilste Stück unter der Lilienfelderhütte auf der ehemaligen Piste. Man kann aber noch gut direkt aufsteigen, Kehren sind nicht erforderlich.

Vorbei an der leider geschlossenen Hütte biegen wir am Waldrand scharf nach links ab und steigen die ehemalige Piste weiter auf. Nach ein paar Meter auf einem kleinen Rücken passieren wir die „Engstelle“ mit der Bergrettungshütte und von dort weg geht es wieder gemütlicher auf einem breiten Rücken Richtung Bergstation.

Diese passieren wir nach 1:40 Wegzeit – hier könnte man links ein paar Meter zur (sicher auch geschlossenen) Klosteralpe abfahren. Wir biegen nach kurzem Aufstieg aber in den Weg Richtung Muckenkogel ein bzw. gehen einfach geradeaus weiter. Nach wenigen Metern führt die Klöstertreppe rechts hinauf zum Muckenkogel – ist aber nix für die Ski und so gehen wir am Muckenkogel vorbei auf der Forststraße weiter.

Nach 20 min kommt die „Schlüsselstelle“ – eine kurze Abfahrt mit rund 10hm ist mir trotz Auslauf zu schwer und ich sitz am Hintern – Abfahrt mit Tourenski im Gehmodus und ich sind wohl nicht die besten Freunde. Schnell aufgestanden und weiter am Weg bis wir nach 20min die Hinteralm und damit auch die Traisnerhütte – unser Tagesziel – erreichen. Apropos: Je nach Schneelage präpariert der Wirt der Traisnerhütte mit einer alten Pistenraupe den Weg – somit hat man immer recht angenehme Bedingungen.

Nach einer gemütlichen Rast (im Winterraum kann man sich umziehen und auch Getränke erwerben) schnallen wie die Ski wieder an und machen uns auf den Rückweg. Abgesehen von den ersten paar Metern, wo wir die Wiese abfahren und dem kurzen Stück bei der Lilienfelder Hütte fahren wir immer am Aufstiegsweg ab – was heute kein Thema ist, bei viel Gegenverkehr kann das aber unangenehm werden. Die Schneeauflage im unteren Teil passt auch und bei nicht zu ruppigen Bremsmanöver schaffen wir es ohne Steinkontakt bis ins Tal.

Bei unserer Rückkehr ist der Parkplatz schon ordentlich befüllt.

Fazit: Die Hinteralm ist mit 850 hm nicht ganz kurz aber auch nicht anstrengend – ich finde eine super schöne, absolut sichere und technisch einfache Tour, die bei guten Bedingungen einen wunderschönen Tourentag mit super Einkehrmöglichkeiten verspricht. Man darf auch die im Hochwinter einfache Erreichbarkeit uns super Parkmöglichkeit nicht außer Acht lassen.

STATISTIK:

  • Strecke: Liftparkplatz Muckenkogel Lilienfeld – Lilienfelder Gschwendt – Bergstation – Muckenkogel (östlich umgehend) – Hinteralm; Abfahrt wie Aufstieg
  • 14,1 km, 848 hm Aufstieg (7,1 km)
  • Höchster Punkt: Hinteralm, 1313m
  • Einkehrmöglichkeit: Lilienfelder Hütte, Traisnerhütte, mit einem kleinen Umweg Klosteralpe bzw. Steinhofberghütte (Montagshütte)
  • Aufstiegszeit 2:18 (inkl. Pausen), Gesamt 3:20 (davon in Bewegung 2:41)

Von Mauterndorf auf den Moserkopf

Beruflich verschlägt es mich diesen Jänner in den Salzburger Lungau und so nutzen mein Kollege Mathias und ich die Gelegenheit für eine Skitour.

Startpunkt ist der Friedhof in Mauterndorf – wenn das hoffentlich kein schlechtes Omen ist. Das Wetter ist gut und es liegt genug Schnee bis in den Ort – laut meinem Kollegen Mathias, dessen Familie hier lebt ist das auch nicht allzu oft der Fall.

Um 08:20 starten wir also auf 1160m Seehöhe. Zuerst steigen wir über freie Wiesenflächen am südlichen Rücken des Fanningbergs empor, bis wir nach nach gut einer halten Stunde in den Wald hineingehen. Nach ein paar Metern auf einer Forststraße verlassen wir diese gleich wieder und steigen links direkt durch den Wald in einer leichte ausgeprägten Rinne empor. Nach 20 Minuten lichtet sich der Wald wieder und wir steigen weiter auf mit Bäumen durchsetzten Wiesen auf und erreichen nach gut einer Stunde Gehzeit eine Hütte – den Gasthof Sonnblick direkt an einer Skipiste.

Mathias erzählt mir, dass dies der obere von 2 Schleppliften ist, die früher von Mauterndorf hier raufgeführt haben, der untere Langwiesenlift ist inzwischen aber stillgelegt. Wahrscheinlich CORONA bedingt ist aber auch dieser Lift ganz am Rande des Skigebietes nicht in Betrieb und auch die Piste ist nicht präpariert, für uns ist das ein Vorteil. Wir steigen weiter durch den Wald auf und erreichen kurz darauf einen Ziehweg, den wir nach rechts bergauf folgen. Doch nach ein paar Hundert Meter biegen wir wieder links in den Wald ein und steigen den Gipfel des Moserkopfs links liegen lassend weiter empor bis wir oben am Rücken wieder auf den Ziehweg treffen.

Der Wind hat aufgefrischt uns so beschließen wir hier auf der Kuppel auf knapp 2000m die Tour zu beenden und nach einer Pause wieder abzufahren. Kurz noch ein Wort zur Steilheit: Die Tour ist zwar nie wirklich steil und gut zu gehen, aber steigt doch die ganze Zeit ordentlich an. Ein paar kurze Aufschwünge fordern mich mit meinen noch nicht wirklich vorhandenen Tourengeherkenntnissen dann doch ein wenig heraus.

Die Abfahrt führt uns entlang bzw. neben der Piste (hier ist es nicht so zerfahren und schöner) und durch den Wald rechts vom Aufstiegsweg bis zur Bergstation des unteren Lifts. Mathias möchte die Lifttrasse abfahren, ich beschließe aber 2 Einheimischen nachzufahren, die gerade vorbeikommen und deren Auto neben uns am Parkplatz steht. Einen schmalen Weg durch den Wald – dann sehe ich vor mir einen Graben und die Damen vor mir schieben grad den Gegenhang empor.

So nehme ich Schwung, damit ich gut durch den Graben komme (den ich natürlich nicht einsehe). Rein in den Graben dann der Schreck – völlig überraschend(!) durchzieht den Graben ein Bach und darüber führt eine schmale Brücke, die nur halb mit Schnee bedeckt ist und auch nur ein einseitiges Geländer hat. Ich seh mich schon im Bach liegen und Mathias, der inzwischen nachkommt laut lachen, durch irgendwie schaff ich es auf einem Ski doch heil über die Brücke. Na ja, Glück gehabt und wieder was gelernt.

Danach führt der Weg wieder aus dem Wald raus und wir können auf der breiten Wiese noch einige schöne Schwünge in den unverspurten Schnee bis hinunter zum Parkplatz ziehen.

Fazit: Eine wahrscheinlich überregional nicht besonders bekannte schöne und sportliche Waldtour, die durch ihre südseitige Exposition wahrscheinlich nicht allzu oft gute Bedingungen liefert und durch das Ziel im Skigebiet auch die Möglichkeit eines kühlen Gipfelbiers bietet.

STATISTIK:

  • Strecke: Parkplatz Friedhof Mauterndorf – Veitl – GH Sonnblick – Moserkopf, retour über Piste (nicht in Betrieb) bzw. Wald – ab der Talstation durch Waldwege und die Aufstiegswiese
  • 8,0 km, 828 hm Aufstieg (3,8 km)
  • Einkehrmöglichkeit: GH Sonnblick, Gamsstadl (wenn man ein Stück weiter geht)
  • Aufstiegszeit 1:40 (inkl. Pausen), Gesamt 2:15 (davon in Bewegung 1:56)

Skitour aufs Hennesteck (Annaberg)

Unsere erste Skitour 2021 führt uns auf die Annaalm am Annaberg mit Abfahrt über die Piste.

Nachdem der Corona-Winter 2020/21 Skifahren fast und einen Skiurlaub ganz unmöglich macht, haben meine Frau und ich uns (wie sehr viele andere auch) heuer endlich eine eigene Skitourenausrüstung gekauft. Unsere erste Tour ist eine ganz einfache und führt uns über den Herzerlweg am Hennesteck vorbei auf die Annalm.

Los gehts um 08:55 am Liftparkplatz der Raidllifte (man muss sich vorher online ein Parkticket kaufen). Kurz die Piste rauf und dann unter der Bergstation quer über die Trasse links in einen Feldweg einbiegen. Dieser Weg führt flach vorbei am Waldbauer und am Weißen Kreuz bis zu einer Abzweigung, wo man scharf links in den Wald hinein abbiegt.

Nun wird es steiler – das erste kurze Stück kann man noch gut am Feldweg umgehen, was vorallem bei wenig Schnee (also heute) von Vorteil ist. Dann geht es am Anfang ganz gut weiter, doch am oberen Ende des Anstiegs ist es vorbei. Vielleicht ist es die fehlende Erfahrung, vielleicht aber auch der wenige Schnee verbunden mit Eis und mit den immer wieder herausschauenden Wurzeln der uns immer wieder wegrutschen lässt – am Ende schnallen wir die Ski ab und gehen die rund 20m bis zum Rücken zu Fuß. Es sind eh nur 100 Höhenmeter von unten weg – aber uns reichts.

Am Rücken angekommen ist es wunderschön. Hier liegt dann doch mehr Schnee und manchmal ein wenig steiler, aber meist gemütlich geht es durch den Wald dahin und wir erreichen bald nach einer kurzen Rast schon den Speicherteich und damit auch schon fast unser Tagesziel – das Annahaus.

Nach einer ausgiebigen Rast fahren wir dann die Piste runter ins Tal und mit dem Schlepplift (eine Fahrt ist im Ticket dabei) wieder hinauf, wo wir dann die 10hm zum Parkplatz ohne Anstrengung abfahren können. Anmerkung am Rande: Das Ticket haben wir (ich) natürlich im Auto vergessen – der Liftwart lässt uns trotzdem fahren – DANKE.

STATISTIK:

  • Strecke: Parkplatz Annaberg Raidllifte – Herzerlweg – Hennesteck – Anna Alm; Abfahrt über die Piste.
  • 10,2 km, 501 hm Aufstieg (6,7 km)
  • Einkehrmöglichkeit: Waldbauer, Anna-Alm
  • Aufstiegszeit 2:55 (inkl. Pausen), Gesamt 3:39 (davon in Bewegung 2:30)