Tag 13: Am Straßegg – Mixnitz

Am heutigen 13. Tag schließe ich meine Lücke und wandere über Almen, den Hochlantsch und die Bärenschützklamm runter zum Bahnhof Mixnitz, wo ich vorigen Herbst die Gleinalmüberschreitung abgeschlossen habe.

Nach einer sehr ruhigen und angenehmen Nacht ganz alleine im Lager starte ich um 07:14 meinen Weiterweg zum Etappenziel Mixnitz. Das Wetter ist gut – wenn auch deutlich wärmer als gestern und falls die Zeit es zulässt möchte ich als Fleißaufgabe den Hochlantsch mitnehmen.

Durchaus sportlich geht es los, und am Anfang wiederholt sich der gestrige Tag – viele Kreuze, viele entgegenkommende Wallfahrer und Almen und Wald wechseln sich ab.

Mitten auf der Alm ein Zelt – das sieht man auch nicht zu oft. Hier feiert die Landjugend Gasen wohl ein Fest.

Beim Landjugend Festplatz am Haberlstall teilt sich der Weg – ich wähle die direkte Linie hinauf aufs Wallfahrerkreuz. Oben angekommen biege ich scharf links entlang dem Zaun ab – 2 Wallfahrer kommen mir von dort entgegen – bis ich nach wenigen Metern erkenne, die geplante Route geht ja gerade aus. So wieder zurück und am Kreuz wandere ich einen Fahrweg entlang quer über die Ausläufer der Sommeralm (Kerschbaumalm?) runter Richtung GH Holzmeister, welches ich nach 1:25 um 08:39 erreiche. Oben hätte man auch rechts Richtung Heulantsch abbiegen können – sicherlich auch eine interessante Alternative zur Teichalm.

Beim GH vorbei kurz auf der (nicht wirklich stark frequentierten) Straße geht es gleich wieder rechts weiter auf einem gemütlichen Weg Richtung Teichalm. Doch vor dem schon erwarteten See erreiche ich zuerst das Hotel Pierer, dann geht’s runter zum See und zum GH (inzwischen Hotel) Vorauer, wo ich mir den Stempel hole und um 09:25 eine erste Pause einlege. Hier checke ich auch mein Handy, denn Sepp hat angekündigt, mir entgegengehen zu wollen und das wäre der geplante Treffpunkt. Doch keine Nachricht – ist sich also doch nicht ausgegangen, schade.

Die Teichalm ist wirklich außergewöhnlich groß und auch entsprechend beeindruckend.

So geht’s um 09:49 weiter und voll motiviert wandere ich den Hochlantsch hinauf, den ich um 10:50 nach genau einer Stunde erreiche. Am Gipfel angekommen erreicht mich doch noch ein SMS – Sepp ist kurz nach 11 auf der Teichalm – er kommt von Mixnitz rauf. So ein Sch… – jetzt ist es zu spät. Also kurz telefoniert – wir treffen uns beim Steirischen Jokl, wo ich um 11:27 eintreffe und auf ihn warte. Gemeinsam machen wir gemütlich Pause und beginnen um 13:04 mit dem Abstieg.

Zuerst den Fahrweg runter, am gefühlt doppelt überbelegten GH „Zum guten Hirten“ vorbei geht es runter in die Bärenschützklamm, einem kleinen Highlight meiner Tour. Gottseidank kommen uns nicht allzuviele Klammbezwinger entgegen und wir kommen rasch vorwärts (am besten geht das Ausweichen, indem wir uns einfach aufs Geländer setzen). Die Wartezeiten nutzen wir zum Genießen – die Klamm ist wirklich sehr schön und auch bestens gewartet, da zahl ich unten gerne die 3 EUR Erhaltungsbeitrag.

Danach geht es doch relativ lang und für mich überraschend steil (hab die Karte schlampig gelesen) raus Richtung Mixnitz und nach einer weiteren Rast bei der Klammwirtin geht meine erste Begehung 2019 am Bahnhof Mixnitz um 15:50 zu Ende (ich hätte also locker den Zug um 15:39 geschafft).

Statistik Tag 13:

  • Wegstrecke: 24 km
  • Zeit 8:36 (aktiv 5:39)
  • Höhenmeter: 972 auf/1.659 ab

Tag 12: Auf der Schanz – Am Straßegg

Perfektes Wanderwetter begleitet mich bei der Fertigstellung von Etappe 10, welche ich voriges Jahr abbrechen musste.

Endlich geht’s wieder weiter. Eigentlich hätte ich für voriges Wochenende (Fronleichnam) die Strecke Knittelfeld – St. Nikolai (5 – 6 Tage) geplant, doch Doris von der Edelrautehütte gab mir klar zu verstehen – nix da, zuviel Schnee, zu gefährlich. Dafür hab ich dieses Wochenende nun als Alternative den Lückenschluss von GH Auf der Schanz nach Mixnitz eingeplant, die Wetterprognose ist absolut stabil und ich pack gleich mal nur die kurze Hose ein.

Die Anreise ist etwas beschwerlich, insgesamt 4 mal muss ich umsteigen und die ÖBB mach es mehr als spannend und so bin ich zum ersten Mal entspannt, als ich kurz nach halb 12 endlich im Bus sitze, der mich direkt beim Schanzwirt absetzt.

Beim letzten Mal sah das noch ganz anders aus – nun ist das Rückhaltebecken für Stanz schon fertig gebaut.

Gestärkt geht es um 12:40 auch schon los und ich wandere schon bald abwechslungsreich durch Almen und kurze Waldstücke zuerst flach, dann doch etwas steiler hinauf zum Fürstkogel, der sich leider als Baustelle präsentiert.

Auf der Gegenseite geht es dann wieder runter bis zur Herrenalm, wo ich die Hütte umrunden muss um den Weiterweg zu finden (das einzige Mal heute, wo ich den Weg nicht sofort finde). Eine gute Stunde (1:08) bin ich bis hierher unterwegs.

Dann geht es wieder ein wenig – aber unschwer -bergauf bis ich schon wieder zum Ziel etwa steiler absteige und um 15:32 mein Tagesziel , das GH Pretterbauer, erreiche. Zeitlich wäre sich also eine Weiterwanderung zur Teichalm leicht ausgegangen, ein wenig ärgere mich also schon, dass ich das am Tag 8 nicht so gemacht habe.

Ziel erreicht. Der hier wirkende und weithin bekannte Stroßegger Rudi lässt es sich nicht nehmen jeden Wallfahrer ein Ständlichen zu spielen. Ich hab keins bekommen, bin ja nur ein Weitwanderer. Übrigens – seit 2011 haben sich gerade mal 49 02er Begeher ins Wanderbuch eingetragen.

Zusammengefasst ist das heute eine super gemütliche, kurze Tour die am meisten von den vielen Mariazell-Wallfahrern und den damit verbundenen Erklärungen warum ich in die falsche Richtung gehe, geprägt war. Vielen Dank an dieser Stelle auch noch der Wallfahrergruppe (bzw. Genuss- oder Saufgruppe, so genau wussten sie es selber auch nicht) an die für mich neue Form des Schnapstrinkens – nämlich als „getarnte Mannerschnitten“.

UPDATE 2020: Ich bin grad zufällig drüber gestolpert – der legendäre Stroßegg Rudi ist am 18. April 2020 ganz unerwartet im 76. Lebensjahr verstorben. Ruhe in Frieden, Rudi!

Statistik Tag 12:

  • Wegstrecke: 13,8 km
  • Zeit 2:52 (aktiv 2:48)
  • Höhenmeter: 444 auf/455 ab

Tag 8: Alpl – GH Auf der Schanz

Am Weg zum Etappenziel, dem berühmten Strosseggerwirtn, nimmt unsere Reise ein frühes Ende.

Nach einer sehr angenehmen Nacht und einem wirklich hervorragendem Frühstück geht es weiter – doch wohin, das ist noch unklar. Was ist passiert? Ganz einfach – gestern nachmittag, als klar war, dass wir es bis Alpl schaffen werden, hab ich beim Strosseggerwirt angerufen und wollte 2 Lager reservieren – doch leider: AUSGEBUCHT! Ich soll heute mittag nochmal anrufen, vielleicht sagt ja wer ab.

So habe ich am Abend Alternativen überlegt:

  • schon beim GH „Auf der Schanz“ nächten – nein, das ist dann morgen zu weit.
  • bis zur Teichalm weitergehen – auch zu weit
  • woanders schlafen – wenn, dann nur in Gasen – da gibt es Quartiere und es wär sicher machbar. Nur – dann versäum ich ja den Strossegger Rudi, und der soll ja ein Highlight am Weg sein ….
  • heimfahren – aber wo: beim Rudi und auch hier in Alpl gibt es keinen Bus und gar nix. Auch in Gasen gibt es nix – doch auf der Schanz, da ist eine Haltestelle und um 14:08 fährt ein Bus von Birkfeld nach Kindberg. Das würde gehen.

Also Beschluss: wir gehen mal weg und mittags entscheiden wir weiter.

Also retour zum Weg – nach einem guten Frühstück starten wir also um 08:08. Gleich nach Alpl geht es einen Forstweg entlang, der dann rechts abbiegt und es wird kurz steil. Dann aber wandern wir einen schönen Waldweg entlang Richtung Granegg – streng beobachtet von einigen Schwammerlsuchern, die wohl Angst um ihre Beute haben.

Bei einer Lichtung zweigt der Weg rechts in den Wald ab – wir bleiben aber am Forstweg und ersparen uns so einige Höhenmeter im Ab- und späteren Anstieg. Der Weg führt uns um 09:10 am Jagdhaus Granegg vorbei – ich habe glaub ich noch nie ein so imposantes Jagd“haus“ gesehen.

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Neben dem Jagdhaus und der bereits bekannten Skulptur eine standesgemäße Andachtsstelle

Gleich nach dem Jagdhaus biegen wir rechts Richtung „Orginalweg“ ab, der kurz darauf auch in unsere Forststraße einmündet. Weiter geht es dann Richtung Walserkreuz. Der Weg ist – ganz speziell im Vergleich mit gestern – ziemlich fad und der einzige Höhepunkt ist es, dass wir einem Forstarbeiter zuschauen, wie er mit einer Seilwinde Holz einbringt und mit dem Prozessor verarbeitet (inkl. der entsprechenden Erläuterungen durch meinen Sohn, weil ich kenn mich in Forstwirtschaft natürlich überhaupt nicht aus und dachte bis jetzt ein Prozessor ist Teil eines Computers).

Um Punkt 10 erreichen wir das Walserkreuz und bis zu diesem Augenblick dachte ich a) da steht ein Marterl oder sowas in der Art und b) ab hier wird der Weg schöner. 2 mal falsch ist wohl auch nicht richtig … . So geht es auf einer weiteren Forststraße wieder mal zu einem Windpark, aber dann wird der Weg endlich interessanter und wir steigen ab zum GH Schanz, welches wir nach 3h Wanderung um 11:11 erreichen.

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Das Walserkreuz – die Bezeichnung Kreuz ist dann wohl von KREUZung abgeleitet, weil sonst ist das hier nix. Hier trifft der 02er jedenfalls auf den steirischen 06er, der uns ab jetzt ein Stück weit entgegenkommt.

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Angekommen am GH „Auf der Schanz“ – zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass es auch der vorläufige Endpunkt unserer 02er Begehung ist.

Nun steht die Entscheidung an:

  1. Der Strossegger Rudi hat noch immer kein Zimmer für uns und erklärt auch wieso: Die Woche nach Schulschluss ist große Wallfahrt und am Dienstag ist bei ihm die Hölle los – da wird gleich fürs nächste Jahr weitergebucht. Also das ist mal nix.
  2. Die Wetterprognose ist schlecht – morgen nachmittag wird viel Regen angesagt und damit ein Highlight der Tour – die Bärenschützklamm – eher nicht wirklich spannend.
  3. Beim Buben zeigen sich Anzeichen von Demotivation – der gestrige lange Tag und das fade Gehen heute Vormittag zeigen Wirkung.

So entscheide ich Abbruch (alleine wäre ich weitergegangen) und wir warten auf den Bus. Da kommt die nächste Ernüchterung – der Bus fährt erst wieder in 8 Wochen – Sommerfahrplan. So gehen wir um 12 nun raus nach Stanz, wo wir um 13.45 eintreffen und um 14:06 unmittelbar mit dem einsetzenden Regen die Heimreise antreten. Es hätte auch schon weiter hinten im Tal einen Bus gegeben, aber der wäre erst nach 16 Uhr gefahren (und wir hätten im Regen gewartet – eine gute Entscheidung weiter zu gehen).

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Schaut die wie Schildbürgerstreich aus – eine Riesen Sperre im Nichts. Wird ein Rückhaltebecken für den Bach – Hochwasserschutz.

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Diese Ortstafel hatte ich eigentlich nicht vorgehabt zu sehen. Schade.

Weitergehen werde ich diesen Abschnitt wohl erst im September – wenn der Bus wieder fährt, oder ich finde eine günstige Mitfahrgelegenheit oder ich leiste mir die 40 Euro fürs Taxi. Mal schauen …

Statistik Tag 8 (inkl. Abstieg nach Stanz):

  • Wegstrecke: 21 km (12,5 km 02er +8,5 km Abstieg)
  • Zeit 4:51 (aktiv 4:34)
  • Höhenmeter: 567 auf/883 ab
  • Zugfahrt: 21 Euro

Tag 7: Wetterkoglerhaus – Alpl

Heute absolviere ich in Begleitung meines Sohns die erste Höhenwanderung am 02er.

Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Die Route soll mich bis Mixnitz führen und leider habe ich nur 3 Tage Zeit (MO – MI). Nachdem das dann für 3 Tage recht sportlich ist und ich Null Ahnung habe, wie wanderfähig mein Sohn – der mich diesmal zu meiner großen Freude begleitet – mit seinen fast 16 Jahren ist, habe ich die fehlende Strecke vom Hallerhaus rauf noch am Vorabend zurückgelegt.

Los geht es also am Sonntag um kurz nach 15 Uhr beim Parkplatz beim Sessellift. Den Weg zum Hallerhaus kenn ich schon und bin nach knapp 40 min auch oben und hol mir den Startstempel. Gleich geht es weiter, denn am Ziel treff ich mich mit dem Rest der Familie (zumindest dem Teil, der nicht am Pfadfinderlager ist).

So erreiche ich um kurz vor halb 6 mein Nachtquartier am Wetterkoglerhaus und erledige somit die ersten 6,9km und 469hm auf meiner Etappe.

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Kurz nach dem Hallerhaus treffe ich auf eine weitere Hütte.

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Mein heutiges Ziel – der Hochwechsel. Links die Kirche, rechts die Hütte und in der Mitte die mobile Radarstation des Bundesheers.

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Ein wunderbarer Rundblick Richtung Norden.

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Ein erster Hinweis, dass der II. WK auch im Wechselgebirge seine Opfer gefordert hat. Ein Denkmal am Gipfel des Niederwechsels.

Die Nacht ist ruhig, bis auf eine Familie, die in den Zimmern übernachtet, sind wir alleine und haben das Lager somit auch für uns. Die Polster riechen noch frisch – ich glaub, da haben heuer noch nicht viele geschlafen – ein optimaler Start – Gute N8!

Das Frühstück gibt es leider erst um 8, ich hätte es ob der langen Tour lieber früher gehabt – aber was soll’s, so starten wir um 8:32 unsere Wanderung (und dann um 08:38 auch den Track).

Leicht und sehr aussichtsreich bergab geht es östlich vorbei an Umschussriegel und Schöberlriegel und um 09:26 erreichen wir die Kranichberger Schwaig (eigentlich wäre das eine gute Alternative zum Frühstücken gewesen, hätte ich gewusst, dass das eine bewirtschaftete Alm ist). Geht man vor der Hütte links und nicht erst danach bleibt man auch ganz richtig am Weg und nicht am Begleitfeldweg – jedenfalls erreichen wir um 10:18 nach 1 3/4 h den Feistritzsattel. der sich aber recht unspektakulär präsentiert.

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So weit oben war ich am 02er bisher noch nie. Die Almen nennt man in dieser Gegend wohl Schwaig, in Hintergrund das Wetterkoglerhaus.

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Los geht’s – die heutige Etappe lässt sich von hier schon ehrfürchtig bewundern. In der Mitte das Stuhleck und nach links weg die Höhenwanderung Richtung Alpl.

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Ein recht originelle Fußgängerbrücke.

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Am Feistritzer Sattel gibt es nichts zu sehen, das Marterl hier ist die einzige Sehenswürdigkeit.

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Noch sind wir entlang der Grenze unterwegs – doch in wenigen Minuten biegt diese nach Norden weg und wir dringen von nun an tief in die Steiermark ein, die uns lange beheimaten wird.

So wandern wir kurz entlang der Straße Richtung NÖ, biegen gleich links in einen Weg ein, der uns entlang der NÖ/STMK Grenze wieder raus aus dem Wald auf den Harterkogel führt. Nach kurzer Trinkpause beim rustikalen Gipfelkreuz stellen wir fest – das Stuhleck ist schon deutlich näher gekommen und man sieht auch sehr gut den Weiterweg über die Pretul.

Nach der Stärkung geht es wieder los und wir fragen uns — warum geht es nach dem Gipfel noch bergauf? Die Antwort ist rasch gefunden – der Gipfel ist nicht beim Gipfelkreuz, sondern 400 m weiter. Vor uns sehen wir den Großen und gleich dahinter kleinen Pfaff – aber die umgehen wir ebenfalls. Die Umgehung ist aber kein leichtes Bergab, sondern wir halten etwas überrascht die Höhe bzw. geht es sogar bergauf. Kurz vor dem Pfaffensattel geht es dann aber steil bergab und wir erreichen um 11:54 Uhr nach gut 3 1/4 h den Sattel mit dem gemütlich verfallendem ehemaligen Gasthaus.

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Das recht schlicht gehaltene Kreuz am falschen Gipfel des Harterkogels – im Hintergrund ist das Stuhleck schon deutlich näher gerückt.

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Endlich am Pfaffensattel – die Familie Koglbauer hat jetzt wohl eine andere Erwerbsquelle.

Nun geht es anfangs recht steil bergauf Richtung Stuhleck – müden Wanderern empfehle ich hier die längere aber sicher weit flachere Mautstraße. Rasch lichtet sich der Wald und wir kommen schlussendlich nach 50 min Aufstiegszeit um 12:44 am Alois-Günther-Haus an. Der starke Wind von der Früh hat zwar deutlich nachgelassen, doch so wirklich einladend ist das Wetter noch immer nicht – so sind wir auch nur eine sehr kleine Gruppe von Wanderern auf der Hütte.

Gestärkt mit einer warmen Suppe geht es um 13:40 weiter nach Alpl. Das Wetter ist jetzt recht angenehm und so genießen wir die wunderbare Aussicht auf dem Höhenrücken der Fischbacher Alpen. An einer Baustelle vorbei (das Moor soll hier geschützt werden) geht es rauf auf die Pretul. Die Windräder machen einen ordentlichen Lärm – der Wind frischt auch schon wieder ordentlich auf – und so machen wir nur ein schnelles Foto auf der Peter Bergner Warte und steigen gleich zum windgeschützten Rosegger Schutzhaus ab, welches wir um 14:57 erreichen.

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Die Fernsicht ist heute wirklich gut. Hier ein Rundblick Richtung Norden – ganz links im Bild das Alois-Günther-Haus, das so wie das Wetterkoglerhaus über eine Mautstraße mit dem Auto erreichbar ist.

 

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Am Gipfel des Stuhlecks mit Blick nach Westen.

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Kurz vor dem Grazer Stuhleck wird ein Weg gebaut, um die Moorlandschaft zu schützen.

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Das ich diese Warnschilder so bald wiederseh, hätte ich im Burgenland nicht geglaubt.

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Die Peter-Bergner-Warte lass ich aus, viel zu windig.

Montag ist Ruhetag, also gleich weiter zum nächsten Windpark am Steinriegel und runter zum Hauereck, es ist inzwischen 16:19 und wir freuen uns schon, wenn wir in Alpl eintreffen. Doch das dauert noch ein wenig und einen wirklich steilen Abstieg unmittelbar vor dem Ziel, bis wir nach 9 Stunden um 17:40 endlich unser Quartier erreichen.

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Rückblick vom Steinriegel (Windpark der Wien Energie) auf unsere heutige Etappe – wirklich beeindruckend, was wir heute per pedes schon geschafft haben.

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Auch der Steinriegel ist mit einem Gipfelkreuz geziert.

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Endlich sind wir da – gleich neben der wirklich gut erhaltenen Waldschule (hat leider schon geschossen) ist unser Quartier.

Statistik Tag 7 (inkl. Anstieg vom Hallerhaus am Vorabend):

  • Wegstrecke: 38,8 km
  • Zeit 10:39 (aktiv 9:01)
  • Höhenmeter: 1.431 auf/1.785 ab
  • Nächtung: Wetterkoglerhaus 85 Euro HP für 2, Gästehaus zur Waldschule in Alpl DZ 69 Euro + 8 Euro/Person Frühstück