Tag 15: Ingering II – Bergerhube

Entlang des Ingeringgrabens und vorbei am wunderschönen Ingeringsee geht es übers Kettentörl zur Bergerhube.

Eine allerletzte Etappe trennt mich nun von den Gebirgsetappen und ich freue mich schon sehr. Zuerst muss ich aber einmal fast 10km den Ingeringgraben entlang und zwar bis fast vorm Schluss auf Asphalt. So mache ich mich schon um 07:33 auf den Weg um der Hitze zu entgehen – besonders lang ist die Etappe ja eigentlich nicht.

So bin ich dann schon kurz vor 3/4 9 am See – wirklich ein wunderschönes Platzerl. Nach einer kurzen Pause geht es dann auch schon weiter zum Kettentörl. Erst auf einer Forststraße biegt der Web dann bald auf einem schönen Waldweg ab – immer entlang des Ingeringbaches – wirklich wunderschön. Doch nach einem Steilstück biegt der Weg wiederum auf eine Forststraße ab, der ich wiederum längere Zeit folgen muss, schade.

Doch endlich ist es mit der Forststraße vorbei und quer über eine Alm geht es doch recht steil – inzwischen wiederum in der brennenden Sonne hinaus aufs Kettentörl. Am Weg Treff ich auf eine Wanderin, die ob der Hitze nicht mehr weitergehen will – ich versteh sie nur zu gut. So erreiche ich um 12:14 endlich das Kettentörl.

Wundersdchöne Aussicht vom Kettentörl (Blick Richtung Triebental – rechts der Kettentalkogel)

Eigentlich wollte ich ja einen Abstecher zum Kettentalkogel machen. Doch die große Hitze überredet mich, mit dem Überschreiten der 2000m Marke bis morgen zu warten und meine Kräfte zu schonen. So mache ich kurz Rast und starte um 12:55 den Abstieg zur Bergerhube. In einigen Berichten habe ich hier von tw. unangenehmen Bedingungen gelesen – aber nachdem es staubtrocken ist und auch die Latschen nicht zu aufdringlich sind, geht es gut voran und bald erreiche ich den Wald.

Schließlich erreiche ich den Baumfriedhof ((C) smeki) der mir einen wunderschönen Tiefblick ins nicht ganz so wunderschöne Tal erlaubt (neue Kleinkraftwerke und die entsprechenden Erschließungsstraßen) und mich steil in Serpentinen nach unten bringt. Am Talboden verliere ich zwischen Schutthalden kurz den Weg, finde ihn aber bald wieder und erreiche nach einem kurzen Marsch talaufwärts schon um 14:16 die Bergerhube, wo ich einen wunderschönen und erholsamen Nachmittag verbringe und am Ende sogar das Lager für mich alleine habe.

Hab ich mich verlaufen und bin in Schottland gelandet? Nein doch nicht – auf der Bergerhube werden Hochlandrinder gezüchtet.

PS: Im anderen Lager verbringen 2 lustige Familien aus Schleswig-Holstein ihre ersten Urlaubstage in den Bergen – angereist mit Polster und Tuchent, denn sie wussten trotz mehrerer Anrufe nicht, was ein Hüttenschlafsack ist.

Statistik

  • Wegstrecke: 22 km
  • Zeit 6:43 (aktiv 5:43)
  • Höhenmeter: 1023 auf/674 ab