Für unsere 9 summits fehlen uns nur noch NÖ, BGLD und Wien – also die wirklich hohen Berge ;). Und nachdem ich herausfinden muss, ob mein Knie nach meinen vorweihnachtlichen Skiunfall inkl. OP schon ausreichend geheilt und die Fitness wieder hergestellt ist, testen meine Frau und ich die für Juli geplante Schneebergbesteigung einmal vorsichtig aus.
Ausgangspunkt ist der an diesem Freitag fast ganz leere Parkplatz bei der Talstation des Sessellifts (Parkplatzgebühr von stolzen 6 EUR pro Tag), der zu dieser Zeit nur an Wochenenden fährt. Nach ein paar Meter auf der Straße zweigt der Weg rechts ab und es geht teilweise im Wald und auf der Skipiste hinauf zum Fadensattel – gemütliches Eingehen gibts keines.
Am Sattel hat man das erste mal eine Aussicht auf den weiteren Wegverlauf und schon einen schönen Rückblick runter ins Tal. Wir biegen links ab und erreichen um 08:40 (also nach 45min Gehzeit) die Edelweißhütte, die wir aber ob der frühen Stunde noch links liegen lassen.


Es geht wieder in den Wald und nun wird es doch merklich steiler. Nach 20min verlassen wir den Wald aber schon wieder und erreichen zum ersten Mal „Klettergelände“. Vorweg gleich gesagt: Die Schwierigkeit des Fadensteigs ist nicht groß und manchmal braucht man die Hände, doch es ist nie wirklich ausgesetzt.


Die steilere Stelle lassen wir aber gleich hinter uns und nun mühen wir uns durch Geröll und Schutt steil aufwärts. Dann eine kleine Schräge und weiter gehts, bis es wieder schöner und felsiger wird. Hier steigen wir hinauf und erreichen kurz vor 10 (also nach 2h) den Ausstieg des Steigs, wo wir einmal gemütlich Pause machen. Ab hier geht es am Hochplateau gemütlich ansteigend (es ist in Wirklichkeit steiler, als man glaubt) am Weg bis zu Gipfel, den wir ein paar Minuten nach 11 erreichen – also netto etwas unter 3h Wegzeit.

Es ist zugezogen und darum sind heute auch sehr wenige „Bahnwanderer“ unterwegs, die relativ gemütlich von der Bergstation der Zahnradbahn über das Damböckhaus den Gipfel erreichen können.

Gipfel in Sicht!

Nach Gipfelpause und Fotoshooting wandern wir die die paar Meter zurück zur Fischerhütte, wo wir eine gemütliche Mittagsrast einlegen. Um 13 Uhr starten wir mit dem Abstieg – zuerst kurz am Aufstiegsweg retour, dann aber biegen wir gleich links ab und steigen steil und direkt ab. Zuerst etwas weglos (bzw. findet man vor lauter Wegen den Weg nicht) und später vorbei am Schauerstein durch die Latschen kommt man wieder in den Wald. Die Heinrich Krempel Hütte lacht einen dabei die ganze Zeit an und kommt irgendwie nicht näher.
Im Wald wandern wir ein kurzes Stück gemütlich dahin, hier ist es wirklich wunderschön. Dann aber erreichen wir nach 1h 10min eine Forststraße und da beginnt der fade Teil – ein 25min langer Forststraßenhatscher steht an – bis wieder endlich wieder rechts in den Wald einbiegen und recht gemütlich (min ganz kurzem Bergaufstück am Ende) nach knapp 2h die Edelweißhütte und damit wieder unsere Aufstiegsroute erreichen. Nach kurzer Rast gehen wir von der Hütte direkt die Piste runter – würde ich nicht mehr machen, da a) sehr steil und b) wird hier gerade ein Bikepark gebaut, das ist auch nicht gerade hilfreich und mit 35min ersparen wir uns auch keine Zeit. Wie dem auch sei – wir erreichen um 16:10 Uhr den Parkplatz und genießen auch fast alleine im Lahning Inn die Nachmittagssonne.





Fazit: Mit etwas über 1.200hm und in dieser Variante knapp 15km Länge ist diese Tour durchaus kein Spaziergang, aber es gibt ja ausreichend Infrastruktur. Landschaftlich ist die Tour aber sehr reizvoll und abgesehen vom Geröll im Aufstieg und der Forststraße im Abstieg auch wirklich schön zu gehen und auch technisch ist es trotz ein wenig Kraxelei eine Wanderung.
Link zum Track auf Bergfex
Statistik:
- Strecke: Parkplatz Talstation Schneeberg Sessellift – Fadensattel – Fadensteig – Klosterwappen – Fischerhütte – Schauerstein – Rossgrabensattel – Edelweißhütte – Fadenwiese – zurück zum Parkplatz
- 14,7 km, 1.244 hm, höchster Punkt Klosterwappen (2076m)
- Gehzeit 08:15 (netto 05:10)
- Einkehr: Fischerhütte (neben Gipfel), Lahning Inn (Talstation)










































































































































